Höchstädt Etwas verwundert zeigt sich die Bürgerinitiative "Bahntrasse - nein danke" über die ihrer Meinung nach emotionalen Reaktionen der Gegner der vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) festgelegten Nordtrasse WSG. Jemanden taktlos zu behandeln oder gar zu diffamieren, sei keineswegs Absicht der jüngsten Pressemitteilung der BI gewesen. Wie jede andere Bürgerinitiative habe die Bürgerinitiative "Pro Süd" das uneingeschränkte Recht, sich in ihren Inhalten zu positionieren. Zu einem Konflikt komme es allerdings, wenn der für die Aktivitäten eines Vereins verantwortliche Vorsitzende einer BI (Johann Jall) in diesem Fall zeitgleich das Mandat eines Stadtrates innehat, heißt es in der Pressemitteilung nach der jüngsten Vorstandssitzung.
Hildegard Wanner habe in ihrem Amt als Bürgermeisterin der Stadt Höchstädt die Aufgabe und Pflicht, Beschlüsse des Stadtrates umzusetzen. Dazu gehöre auch die möglichst rasche Umsetzung der vom Ministerium festgelegten B 16-Trasse. In ihren Aussagen stehe die Bürgermeisterin hinter der Entscheidung. Die Stadträte dürften sie bei dieser Arbeit nicht behindern und seien gegenüber den Beschlüssen, dem Gemeinwohl sowie der sachgerechten Information verpflichtet. Auf nichts anderes als diesen Widerspruch in der Arbeit als Vorsitzender der Bürgerinitiative "Pro Süd" sowie der ehrenamtlichen Tätigkeit als Stadtrat habe die BI "Bahntrasse - nein danke" hingewiesen. Es werde nun Aufgabe des Höchstädter Stadtrates sein, sich mit dieser Thematik zu befassen.
Ziel gemeinsam verfolgen
Gundelfingen, Lauingen und Dillingen seien nur deshalb schnell zu ihrer Umfahrung gekommen, weil die Stadträte das Ziel gemeinsam verfolgt hätten. Dies werde in Höchstädt nur möglich sein, wenn man diesen Beispielen folgt. (pm)
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