Kreisbrandrat Frank Schmidt begrüßt die neueste Initiative Von Peter von Neubeck

Von Peter von Neubeck
Rauchmelder sollen noch in diesem Jahr in Wohnungen und Häusern in Bayern Pflicht werden. Das hat der Landtag mit den Stimmen von CSU, FDP und SPD beschlossen. Vor der Sommerpause soll ein entsprechender Gesetzesentwurf vorgelegt werden. Ziel ist eine Halbierung der Todesfälle durch Rauchvergiftungen und Brände.
Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch, 6000 werden verletzt. Die meisten Brände passieren zu Hause. Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen über drei Milliarden Euro, Tendenz steigend. Solch schlimme Ereignisse werden in 31 Prozent der Fälle durch Elektrizität und in 19 Prozent durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst: „Durch Unwissenheit und falsches Verhalten werden in vielen Fällen die Brandfolgen verschlimmert“, erklärt Kreisbrandrat Frank Schmidt.
Seit Jahren gehört Schmidt zu denjenigen, die eine Verpflichtung zur Einführung von Rauchmeldern auch in Privathaushalten gefordert haben. Gegenüber der DU hatte der Kreisbrandrat erklärt: „Einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit würde die flächendeckende Installation von Rauchmeldern leisten.“ Denn viele der rund 600 Brandtoten könnten noch Leben, wenn in der Wohnung ein Rauchmelder installiert gewesen wäre, ist sich der Kreisbrandrat sicher. Ein Rauchmelder schlägt Alarm, wenn es zu einer Rauchentwicklung kommen würde. Wertvolle Minuten könnten so gewonnen werden, um sich in Sicherheit zu bringen. „Viele meinen, wenn es brennt, bleiben mehr als zehn Minuten, um die Wohnung zu verlassen“, warnen Feuerwehr-Experten. Unter Umständen ein tödlicher Irrtum.
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