Höchstädt Im Streit um den Schotterweg im Biotop beim neuen Sportgelände der SSV Höchstädt zeichnet sich eine Einigung zwischen der Stadt und dem Bund Naturschutz (BN) ab. Bürgermeisterin Hildegard Wanner berichtete in der Bürgerversammlung im Höchstädter Pfarrheim, dass BN-Kreisvorsitzender Dieter Leippert einen Kompromiss-Vorschlag unterbreitet habe. Wenn die Stadt Höchstädt ein landwirtschaftliches Grundstück aus der intensiven Nutzung herausnehme und dafür einen Eislaufplatz als Biotop errichte, wolle der Bund Naturschutz auf einen Abbau des Schotterwegs verzichten.

Leippert hatte die Stadt kritisiert, dass der Schotterweg auf deren Betreiben mitten im Ausgleichsbiotop an der Entlastungsstraße "Lückenschluss" angelegt worden sei. Dieser Ausgleich sei geschaffen worden, weil beim Bau der Umgehung ein Biotop zerstört worden sei. Das Landratsamt hatte daraufhin als Bauherr der Kreisstraße angekündigt, den Weg abbauen zu lassen. Leippert habe schließlich den Vorschlag gemacht, als Ausgleich einen Eislaufplatz als Biotop anzulegen, sagte gestern Tiefbauamtsleiter Roman Bauer. Die Errichtung eines Eislaufplatzes ist eine Forderung des SPD-Stadtrats Wolfgang Konle.
Es gebe zwei Standorte, die für den Eislaufplatz infrage kämen, sagte Wanner. Der eine liege bei der Bahnunterführung, der andere in der Nähe des Schipfelrings. In der Sache entscheide der Stadtrat. Für Roman Bauer ist die Sache klar: "Wenn es keine Einigung gibt, tragen wir den Weg wieder ab." (bv)
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