Pro Seniore-Heim ehrte engagierte Mitarbeiter

Bissingen „Vereinsarbeit und soziales Engagement sind nicht selbstverständlich, für unsere Gesellschaft aber unverzichtbar.“ – Diese Tatsache war für die Heimleitung des Pro Seniore-Heims in Bissingen der Anlass, Gemeinderäte, Vereinsvorstände und Unternehmer aus der Marktgemeinde erstmalig zu einem Neujahrsempfang einzuladen.
60 Arbeitsplätze
Wohl annähernd 150 Personen folgten dieser Einladung und ließen sich von der Chorgemeinschaft Bissingen sowie einer fünfköpfigen Band der Musikschule im Kesseltal bestens unterhalten. Heimleiter Michael Gassenmayer nannte in seiner Begrüßungsansprache die Zahlen von derzeit 95 dauerhaften Heimbewohnern und 60 Arbeitsplätzen für Dauerpflege und Kurzzeitpflege, die das Bissinger Seniorenheim zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor im Kesseltal machten. Das Heim, 1997 als eines von 106 Standorten der Pro Seniore-Unternehmensgruppe eröffnet, umfasse derzeit sechs Wohnbereiche. Gassenmayer gab zu bedenken, dass sich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen auf vier Millionen erhöhen werde.
Diese Feststellung ergänzte 2. Bürgermeister Ottmar Hurler in seiner Rede durch eine weitere Statistik: Auch im Landkreis verdoppele sich die Zahl der über 80-jährigen Mitbürger von 2008 bis 2020. War es früher selbstverständlich den Angehörigen überlassen, sich um die älteren und kranken Familienmitglieder zu kümmern, hat sich dies grundlegend gewandelt. „Das Seniorenheim in Bissingen bietet nun Lösungen für Fragen der Unterbringung und Betreuung“, so Hurler. Beiden Rednern war es ein Anliegen, den ehrenamtlich tätigen Personen im Kesseltal und insbesondere auch den ehrenamtlichen Helfern im Pro Seniore selbst ein Dankeschön auszusprechen. Eine ganze Reihe von Bissinger Mitbürgern nämlich unterstützen die Heimleitung und das Pflegepersonal. Sie betreuen die Bewohner freiwillig und ohne Entgelt, gehen mit ihnen spazieren, musizieren mit ihnen und helfen auch schon einmal bei der Bürokratie mit.
Auch Dank an Kinder
„Ohne diese Engel wäre es oft nicht möglich, die intensive Arbeit zu leisten“, so Gassenmayer. In seinen Dank schloss er auch die Grund- und Mittelschule Bissingen und den Kindergarten für deren vielfältige Kontakte zu den Senioren sowie all diejenigen mit ein, die beim Empfang für das leibliche Wohl zuständig waren. (HER)
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