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14. August 2010 12:36 Uhr

Landkreis Dillingen

Sensations-Fund in einem Höchstädter Garten

Das knubbelige Gebilde, das Peter Dietrich und sein Sohn Peter in ihrem Höchstädter Garten gefunden haben, ist eine kleine Sensation. Von Katharina Gaugenrieder

Ein bisschen sieht er aus wie ein vertrockneter Tannenzapfen. Doch das knubbelige Gebilde, das Peter Dietrich und sein Sohn Peter vor einigen Tagen in ihrem Höchstädter Garten gefunden haben, ist eine kleine Sensation. Es handelt sich dabei um eine "Schwarze Sommertrüffel".

150 Gramm ist der tennisballgroße Pilz, der versteckt unter der Erde wächst, schwer. Entdeckt wurde er weder von einem Trüffelhund noch von einem Trüffelschwein, sondern offensichtlich von einem der Hasen, die bei den Dietrichs frei über das weitläufige Gartengrundstück am Rande von Höchstädt hoppeln.

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Bei einem Spaziergang über den Rasen sei ihm und seinem Vater das unbekannte Gebilde aufgefallen. "Die obersten fünf, sechs Zentimeter der Erdschicht waren freigebuddelt, und da lag er da", erzählt Peter Dietrich junior. "Da haben wir nicht schlecht gestaunt. Das war wirklich eine absolute Überraschung."

Bereits von Anfang an vermutete er, dass es sich bei dem unbekannten Gewächs um eine Trüffel handelt. "Aber dann dachte ich mir wieder, dass das eigentlich gar nicht sein kann." Denn der Landkreis Dillingen ist bisher nicht gerade als Trüffelregion in Erscheinung getreten. Für gewöhnlich, hat Peter Dietrich mittlerweile recherchiert, wächst diese Edelpilzsorte eigentlich eher im Süden, in Italien oder in der Provence.

Kurzerhand entschloss sich die Familie, das gute Stück, bevor es verrottet, zu pflücken, schnitt einen Teil davon ab und schickte ein Foto davon an eine Trüffelexpertin in Österreich. Die bestätigte schließlich, dass es sich eindeutig um eine "Schwarze Sommertrüffel" handelt. "Das ist offenbar die Sorte, die am meisten in der Gastronomie verwendet wird, weil sie sehr schmackhaft ist", sagt Dietrich.

Zu Anfang habe er kurz daran gedacht, den wertvollen Fund zu verkaufen. Denn wer eine solche Trüffel über seine Spaghetti hobeln will, der muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. "Das Gramm kostet da zwischen 20 und 40 Cent." Doch schließlich beschlossen die Dietrichs, ihre Trüffel zu behalten. "Wir haben sie in Olivenöl eingelegt und machen jetzt damit Trüffelöl", erklärt Peter Dietrich junior.

Im Boden könnten noch weitere Pilze stecken

Wie diese Trüffelart ausgerechnet in ihren Garten in Höchstädt kommt, kann sich die Familie nicht erklären. Gefunden wurde er aber in der Nähe einer Föhre, von der bekannt ist, dass sie in den südlichen Ländern oftmals in Symbiose mit Trüffeln vorkommt. Weil auch dieser Pilz, ähnlich wie die oberirdischen Arten, unterirdische Geflechte ausbildet, bleibt nun die große Frage, wie viele unterirdische Kostbarkeiten möglicherweise noch unentdeckt unter dem grünen Rasen der Dietrichs schlummern.

"Wenn jemand einen Trüffelhund oder ein Trüffelschwein hat und zu einer kleinen Begehung vorbeikommen will, kann er sich gerne melden", scherzt Peter Dietrich. Daneben gebe es sonst immer noch die Alternative mit dem hauseigenen Trüffelhasen. Schließlich war es ja höchstwahrscheinlich einer der Mümmelmänner, der das "schwarze Gold" in Höchstädt gefunden hat.

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