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09. Februar 2010 19:45 Uhr

Streit über neuen Höchstädter Kindergarten

Höchstädt Im Frühjahr soll es losgehen. Dann wird der Pfarrhof aus den 60er Jahren in Höchstädt abgerissen. Er weicht dem neuen Kindergarten und einer Kinderkrippe, die im Höchstädter Zentrum bei der Stadtpfarrkirche entstehen. Außerdem kommt auf das Gelände des bisherigen Kindergartens Don Bosco, der nach der Erstellung des Neubaus ebenfalls der Spitzhacke zum Opfer fällt, ein Parkplatz, der das Einkaufen in Höchstädt bequem machen soll. Am Montagabend diskutierten die Stadträte über die Eingabeplanung, die Regierungsbaumeister Hermann Moser von der Nördlinger Architektur und Städtebau GmbH Moser + Ziegelbauer präsentierte.

Streit über neuen Höchstädter Kindergarten
Foto: ALFA

Und dabei gab es aus den Reihen von FW, SPD und FDP deutliche Kritik. "Die an die Hauptgebäude angeklebten Bauten mit unterschiedlichen Dächern passen nicht", sagte Reinhard Kunzmann (FW). Und Günter Ballis (FDP) warnte gar vor einer neuen Bausünde wie beim Pfarrhof: "Der Bau wird niemals ausgezeichnet werden."

Kritik an Pultdächern

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Der Stein des Anstoßes: Der Kindergarten (Bauabschnitt I) und die Kinderkrippe (Bauabschnitt II) sind zweigeschossige Bauwerke mit einem steilen Ziegeldach. Daran schließen kleinere Gebäude mit einem Pultdach an. Bürgermeisterin Hildegard Wanner verwies auf die Kompetenz des Städteplaners Moser. Zwei weitere Architekten hätten die Pläne geprüft und gutgeheißen. Die Kirchenverwaltung der Pfarrei Mariä Himmelfahrt, die Bauherr des Kindergartens ist, sei einmütig für die vorgelegte Planung. Wanner: "Wir wollen, dass hier etwas entsteht, was ins Höch-städter Stadtbild passt."

Johann Jall (Umlandfraktion) und Stephan Karg (CSU) brachen eine Lanze für den Entwurf. "Wir bauen nicht, um einen Preis zu gewinnen, sondern für unsere Kinder", sagte Karg. Matthias Letzing (Umland) ist zwar "nicht 100-prozentig" überzeugt. Das neue Ensemble werde aber "100 Mal schöner" als das bestehende.

Heribert Rossmeisl und Wolfgang Konle (beide SPD) waren dagegen nicht begeistert. Die Gebäude strahlten zu wenig Behaglichkeit und Geborgenheit aus, sagte Konle. Er forderte überdies vehement, dass ein "Null-Energie-Haus" gebaut werden müsse. Dies ist bisher nicht vorgesehen.

Städteplaner Moser, der bereits vor zwei Jahrzehnten das Ensemble der Altstadt untersucht hat, versicherte: "Wir haben uns bemüht, dass die Baukörper in die Höchstädter Altstadt passen."

3. Bürgermeister Hans Mesch (FW) kritisierte wie Konle, dass keine aktuellen Zahlen über Baukosten und Zuschüsse vorgelegt worden seien. Bei einem Vier-Millionen-Euro-Projekt könne man das erwarten. Mit der Mehrheit von CSU und Umland (12:6 Stimmen) wurde schließlich das gemeindliche Einvernehmen zur Planung erteilt. Wegen der Fördermittel aus dem Konjunkturpaket muss der neue Kindergarten 2011 fertig werden. Die Kinderkrippe soll 2013 bezugsfertig sein. »Kommentar

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