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29. März 2010 05:08 Uhr

Synagoge Binswangen wird gerne genutzt

Binswangen Über eine fast konstante Mitgliederzahl kann sich der Förderkreis Synagoge Binswangen freuen. Derzeit sind es 120 Bürger aus dem Landkreis Dillingen, die den Verein unterstützen und ihm damit ihr Wohlwollen signalisieren. Bei der Mitgliederversammlung des Förderkreises im Schützenheim Binswangen wurde Anton Kapfer als Vorsitzender einstimmig im Amt bestätigt.

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In den Jahren 2008 und 2009 wurde die Alte Synagoge 131 Mal genutzt. Unterschiedliche Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Vereinstermine waren genauso im Programm enthalten wie etwa Besichtigungen der historischen Einrichtung. Allen Personen, die Führungen betreuen sowie Hausmeister und Reinigungspersonal galten Dankesworte von Anton Kapfer, der sich freute, dass auch Landrat Leo Schrell, Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier und Bürgermeister Anton Winkler zur Versammlung gekommen waren.

Einheitliche Schilder

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In seinem Bericht ging der Vorsitzende des Förderkreises auch darauf ein, dass die jüdischen Friedhöfe in Bayerisch-Schwaben alle eine einheitliche Beschilderung in Deutsch und Englisch bekommen werden. Am Mittwoch, 28. April, erfolge um 18 Uhr ein öffentlicher Termin anlässlich der offiziellen Beschilderung in Fischach, an der Interessenten teilnehmen könnten. Wann es beim Binswanger Friedhof so weit sein soll, stünde derzeit noch nicht fest, teilte Kapfer der Mitgliederversammlung mit. Freude äußerte der Vorsitzende über die Tatsache, dass man das alte Beschneidungsbuch, das Angaben von 1773 bis 1829 enthalte, habe erwerben können.

Den Schatzmeisterbericht erstattete der ehemalige Vorstandsvorsitzende und Direktor der Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen, Joseph Silberhorn. Daraus ging hervor, dass der Förderverein über eine solide Finanzbasis verfügt. Kapfer dankte in diesem Zusammenhang dem Landkreis, der VG Wertingen und der Gemeinde Binswangen, dass sie gemeinsam die Unterhaltungskosten für die Alte Synagoge tragen.

Neuwahlen durchgeführt

Bei den anstehenden Neuwahlen gab es keine großen Veränderungen. Vorsitzender bleibt Anton Kapfer. Seine Stellvertreter sind wie bisher Heinz Petz und Anton Winkler. Als Geschäftsführerin fungiert weiter Hedwig Regensburger-Glatzmaier. Die Schatzmeisterfunktion haben Joseph Silberhorn und Ulrich Kain inne. Beisitzer sind Willy Lehmeier, Georg Leis, Christine Nittbaur, Margot Sylvia Ruf, Alfred Sigg, Herbert Stempfle, Johann Urban und Günter Hiesinger. Als Kassenprüfer werden Wolfgang Grob und Helmut Storr tätig sein.

Bei einem kurzen Ausblick erwähnte der Vorsitzende, dass mit einer neuen Heizung für die Synagoge ein dickerer finanzieller Brocken zu verkraften sein werde. Ansonsten könne man sich auch im Jahr 2010 auf zahlreiche interessante Veranstaltungstermine in dem einstigen jüdischen Gotteshaus in Binswangen freuen, das als Konzertraum immer beliebter werde. Bürgermeister Anton Winkler informierte die Versammelten noch über den Stand des Verfahrens beim "Schilling-Haus", wo in den nächsten zwei Monaten mit dem Baubeginn zu rechnen sei. Bei dem Gebäude handelt es sich um das letzte bestehende Privatgebäude mit jüdischer Vergangenheit in Binswangen. (syla)

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