Höchstädt (pm) - Bei der jüngsten Ausschusssitzung der Bürgerinitiative "B 16-Bahntrasse - nein danke" wurde der momentane Sachstand diskutiert. Zwar seien die Bahntrassen vom Stadtrat einstimmig abgelehnt worden, was bedeute, dass Höchstädt seine Gefälligkeitspolitik gegenüber Deisenhofen aufgegeben habe, der Lückenschluss zeige aber die tatsächliche Wirklichkeit. Denn damit seien die Bürger von Höchstädt, um die im Linienbestimmungsverfahren von 2002 festgelegte Umfahrung, betrogen worden.
Wenn die Politik die vorgegebenen Spielregeln nach der Linienfestlegung 2002 eingehalten hätte, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit anstelle des Lückenschlusses die Nordumfahrung realisiert beziehungsweise kurz vor der Fertigstellung. Die Steuerzahler hätten sich sechs Millionen Euro und die Stadt Höchstädt circa eine Million Euro gespart.
Die Bürgerinitiative stellt die Frage: "Warum hat man die kostenlose Nordumfahrung, nachdem die Südumfahrung faktisch nicht möglich ist, abgelehnt und damit die Bürger von Höchstädt um eine wirksame und zukunftsorientierte Entlastung des Stadtbereiches geprellt?"
Vertrauen verloren
Die Bürgerinitiative hat laut Pressemitteilung das Vertrauen in die Politik verloren, weil sie jede Möglichkeit, eine wirksame Umfahrung zu bekommen, verhindert habe. Mit der Folge, dass zwar die notwendige Entlastung für die Innenstadt erfolgte, aber der Straßenverkehr nur auf andere Wohngebiete verlagert worden sei. Ebenfalls würden die Sporttreibenden der SSV noch mehr beeinträchtigt. Die BI schreibt: "Zusammen mit der SSV Höchstädt werden wir jegliche Form von Bahntrassen entschieden bekämpfen. Denn was bei der Südumfahrung die Natur ist, sind bei den Bahntrassen die Menschen, die beeinträchtigt werden."
Beim Landratsamt wurde der Antrag gestellt, die jetzige Vorfahrtsregelung am Schipfelring zu überprüfen.
Verkehr nimmt zu
Durch die erhebliche Zunahme des fließenden Verkehrs sei eine gefahrlose Benutzung des Ringes durch die Fußgänger und Fahrradfahrer nicht mehr gewährleistet. Eine Änderung der Verkehrsregelung sei deshalb notwendig.
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