Landkreis Trotz der verheerenden Waldbrände rund um Athen ist Griechenland bei den Reisenden aus dem Landkreis Dillingen beliebt wie eh und je. "Wir haben keine zurückgehende Nachfrage nach Griechenlandreisen", so Geschäftsführerin Gabi Schwarzer aus dem gleichnamigen Dillinger TUI-Reisebüro. Auch von Beunruhigung unter den Griechenlandreisenden sei nichts zu spüren. Einen der Gründe sieht sie in der Jahreszeit. Die Hauptbuchungszeit sei bereits vorbei und man befände sich schon in der Nachsaison.

Laut Petra Grosche vom TUIReisecenter Dillingen ist auch die geografische Lage Athens entscheidend für die gelassene Einstellung der Urlauber. "Viele Deutsche reisen an die griechische Küste oder auf eine der griechischen Inseln, Städtereisen nach Athen sind eher unbeliebt". Die griechische Hauptstadt sei kein Hauptreiseziel, Kreta und Rhodos seien da viel gefragter. Außerdem, so Grosche, "wüten die Brände ja noch nicht so lange", es sei also noch zu früh, um direkte Folgen zu erkennen.
Grippe und Bomben
Auch im Reisebüro Holiday Land in Lauingen sind keine Buchungseinbrüche deutlich geworden. "Die Schweinegrippe und die Bombenanschläge auf Mallorca haben uns deutlicher getroffen", meint Inhaber Bernd Moser. Keines der drei Reisebüros hat derzeit Kunden, die nach Athen oder in eine der anderen betroffenen Regionen gereist sind. Wie auch Grosche und Moser kann Gabi Schwarzer sagen: "Es gab bei uns keine einzige Stornierung einer Griechenlandreise".
"Kunden, die in die Region Athen reisen möchten, würden wir zurzeit davon abraten", sagt Holger Klöble, Inhaber des Reisebüros am Torturm in Gundelfingen. Auch bei ihm ist keine Stornierung eingegangen. Dies und die Tatsache, dass seine Kundschaft hauptsächlich aus Frühbuchern bestehe, seien der Grund für keine sinkende Nachfrage. "Kurzentschlossene gibt es bei uns kaum", sagt er. In den kommenden Wochen wären seiner Meinung nach wohl ohnehin kaum Anfragen nach Reisen nach Griechenland gekommen. Und das vollkommen unabhängig von den Bränden, so Klöble. Denn genauso wie seine Kollegin Gabi Schwarzer sagt auch er: Die Hauptsaison ist vorbei.
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