Lauingen/Dillingen Mit einem Beutel Cappuccino überraschten am gestrigen frühen Morgen Gewerkschaftsmitglieder junge Mütter, die ihre Buben und Mädchen in den Kindergarten an der Bahnhofsstraße in Lauingen brachten. Anlass war der gestrige Internationale Frauentag.

Mit dem Pulver für ein kräftiges heißes und wohlschmeckendes Getränk wurde von Antonie Schiefnetter vom Deutschen Gewerkschaftsbund und ihren Mitstreiterinnen ein Flugblatt verteilt, auf dem es u. a. hieß "Genießen Sie und lesen Sie, wie die Chancengleichheit von Männern und Frauen heute aussieht".
Darin heißt es, dass Frauen politisch inzwischen viel erreicht hätten. Nicht zuletzt wegen des Internationalen Frauentages, den es seit 1911, also seit fast 100 Jahren gibt - zunächst in Deutschland, Dänemark, Österreich, der Schweiz und in den USA.
Zwischenzeitlich wurde die Gleichberechtigung in Deutschland in Artikel 3.2 des Grundgesetzes verankert und in den vergangenen Jahrzehnten durch Gleichstellungsgesetze in den Bundesländern und im Bund flankiert.
Im Durchschnitt deutlich weniger Lohn
Allerdings gelten die Regelungen nur für den Bereich des Öffentlichen Dienstes, nicht für die private Wirtschaft, wird beklagt. So stehe man heute vor den Tatsachen, dass Frauen in ihrer Mehrzahl den Großteil der Hausarbeit erledigen, fast ausschließlich für Kinderbetreuung zuständig sind, rund 90 Prozent der Teilzeitbeschäftigten stellen, den Löwenanteil im Niedriglohnsektor stellen und im Durchschnitt deutlich weniger Lohn erhalten.
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