Höchstädt Für Bürgermeisterin Hildegard Wanner ist die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums für eine Nordtrasse in Höchstädt unverrückbar. "Wir unterstützen ohne Wenn und Aber den Bau der Nordtrasse", sagt die Höchstädter Rathauschefin auf Anfrage der Donau-Zeitung. Auch der Chef des Staatlichen Bauamts Krumbach, Willi Weirather, habe auf der Informationsversammlung in Mörslingen klar zu verstehen gegeben, dass an der Wahl der Nordtrasse WSG (Wasserschutzgebiet) nicht mehr gerüttelt werde. Von Berthold Veh
Die Bürgerinitiative "Bahntrasse - Nein danke" hatte jüngst darüber spekuliert, dass die Bürgermeisterin und die Mehrheit des Höchstädter Stadtrats eine Strategie zur Verhinderung der Nordtrasse verfolgen könnten. Wanner vermutet, dass ihre Aussage im Dezember, dass die Nordtrasse eine geringere Verkehrsentlastung bringe, "für diese haltlose Vermutung herangezogen worden ist". Sie habe immer wieder appelliert, die Entscheidung des Ministeriums zu akzeptieren. "Wir ziehen das jetzt durch."
Die große Mehrheit des Höchstädter Stadtrats stehe hinter der Entscheidung. "Wenn Deisenhofener und Mörslinger über die Trassenwahl nicht in Begeisterung ausbrechen, dann müssen wir das als Demokraten aushalten", sagt Wanner. Es sei auch verständlich, dass sich der Deisenhofener Stadtrat Johann Jall (Umlandfraktion) nicht mit der Nordtrasse anfreunden könne. Sie stehe mit Finningens Bürgermeister Klaus Friegel in Kontakt. Der Vorentwurf für die Nordtrasse müsse jetzt so gestaltet werden, dass er den Belangen von Deisenhofen und Mörslingen entgegenkomme.
"Planung nicht verzögert"
Im Übrigen habe die Stadt Höch-städt den Bau der B 16 nicht verzögert. Man habe die Planung der Bundesstraße juristisch wasserdicht machen müssen, betont Wanner. Eine Verzögerung habe allenfalls die Prüfung der Bahntrasse ergeben, die der Bund Naturschutz ins Spiel gebracht habe.
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