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Tradition: Weihnachts-Tischlein deck dich

Tradition

Weihnachts-Tischlein deck dich

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    Ein traditioneller Gänsebraten mit Knödel und Blaukraut gehört für viele zu Weihnachten dazu. Wem das zu schwer ist, kann auch auf Fisch oder Wild zurückgreifen.
    Ein traditioneller Gänsebraten mit Knödel und Blaukraut gehört für viele zu Weihnachten dazu. Wem das zu schwer ist, kann auch auf Fisch oder Wild zurückgreifen. Foto: Foto: fotolia

    Landkreis Eine goldbraune Kruste, helles weiches Fleisch und der köstliche Duft – für viele ist und bleibt der Gänsebraten ein unverzichtbarer Bestandteil des Weihnachtsfestes. Doch worauf muss man achten, um seine Gäste bei diesem Traditionsgericht nicht zu enttäuschen und was bietet sich als Alternative?

    Adelinde Bschorr, Vorsitzende des Hauswirtschaftlichen Fachservice, erklärt, wie ein Weihnachtsgänsebraten auch wirklich gelingt: „Wichtig ist, dass man die gefrorene Gans bereits am Abend vorher aus der Gefriertruhe holt und sie so langsam auftauen kann. In der Früh ist es zu spät.“ Denn damit der Vogel sowohl saftig bleibt als auch knusprig wird, braucht er genug Zeit im Ofen: Eine Stunde pro Kilo, das ist die Daumenregel von Adelinde Bschorr. Zunächst legt sie die Gans für gut die Hälfte der Bratzeit auf den Bauch, so läuft die Flüssigkeit aus dem Bauch. Dann etwas davon abgießen, noch einmal Wasser dazu und umdrehen. „Die Gans muss langsam garen bei 200 bis 220 Grad.“ Zunächst bei Ober- und Unterhitze und dann kurz bei Umluft, „das gibt eine schöne Kruste und die soll ja gut sein“.

    Schweinefilet im Blätterteig

    Wer es zwar ebenso deftig mag, bei dem es aber ein wenig schneller gehen sollte, dem rät Adelinde Bschorr auf Schweine- oder Rinderfilet zurückzugreifen. Vorzugsweise in Blätterteig oder in Scheiben gebraten. Dazu gibt es wahlweise Kartoffelknödel und Blaukraut. Wer zum Abschluss nicht auf einen süßen Geschmack im Gaumen verzichten möchte, dem empfiehlt Adelinde Bschorr Pannacotta oder einen Eisbecher mit Früchten.

    Etwas Leichteres hingegen steht bei Kreisbäuerin Hannelore Schmid am Schluss der Menü-Folge: Obstsalat. „Der muss einfach sein. Das ist eine gesunde Variante.“ Sie verzichtet zudem auf die Weihnachtsgans, stattdessen gibt es Raclette am Heiligen Abend – für die Kinder. Traditioneller sei natürlich eine Kombination aus Würstchen und Kartoffelsalat. „Das hat es schon in meiner Kindheit gegeben.“

    Auch für die Vegetarier hat sie einen Tipp: Kässpatzen oder eine Gemüsepfanne. Zu dieser Jahreszeit eignen sich dafür gut Chicorée, Blaukraut, Wirsing, Sellerie oder Lauch. „Das wächst gerade alles bei uns.“ Und natürlich Fisch: Karpfen, Lachs, Forelle. Wichtig sei dabei, gut zu würzen – von innen und außen. Wahlweise mit Salz, Pfeffer, Zitrone oder einem Fischgewürz. Damit bei dem vielen Essen die Kehle nicht zu trocken wird, rät sie zu einer Bowle – mit Sekt und Weißwein für die Erwachsenen und mit Apfelsaft für die Kinder.

    Bowle gehört auch für Monika Müller, Ernährungsfachfrau des Bauernverbandes Dillingen, dazu. Doch statt Apfelsaft füllt sie mit dem Mandarinen- und Pfirsichsaft der Dosenfrüchte auf, eiskaltes Mineralwasser dazu und fertig: „Das perlt dann genauso wie eine richtige Bowle.“

    Wildfleisch ist kalorienarm

    Auch in puncto Weihnachtsbraten setzt sie statt auf Gans auf Wild. Das sei recht kalorienarm und enthalte viel Eiweiß. Wichtig dabei sei, regionales Fleisch zu nehmen. Ihr Tipp: Den Jäger vor Ort fragen. Auch Monika Müllers Mann ist Jäger. Dabei gelte aber, rechtzeitig an das Weihnachtsessen zu denken. „Die meisten melden sich schon im Sommer bei uns.“ Jetzt sei es schon zu spät. Als Beilage eignen sich besonders Kartoffelbällchen, Serviettenknödel und Preiselbeeren. Letztere macht Monika Müller aber nicht selbst: „Preiselbeeren sind vom Wachstum her untypisch bei uns.“ Alternativ könne man aber auch Johannisbeergelee verwenden.

    Auf die richtigen Beilagen setzt auch Monika Weber, Lehrerin in der Hauswirtschaftsschule in Wertingen. Kartoffelsalat und Spätzle sind ihre Favoriten. Bei Letzterem gilt bei ihr: Ein Ei auf 100 Gramm Mehl. Und sie rät, am besten einen Tag vorher zubereiten, „denn da muss man so viel abspülen“.

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