Syrgenstein Das Szenario ist so ungewöhnlich wie der Seelsorger: Pfarrer Martin Fuchs, Leiter der katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge in Deutschland, predigt am Pfingstmontag beim 2. Bachtaler Volksfest über den Heiligen Geist. Von Berthold Veh
Das ist auch die Botschaft des Schaustellerpfarrers. "Es ist der Geist Gottes, der uns antreibt", sagt Martin Fuchs. Und erzählt den Gläubigen eine Geschichte von drei Menschen, die ein Auto anschieben. Nach mehrfachen Versuchen springt der Motor schließlich doch an. Für Pfarrer Fuchs ist das ein Beispiel für den Heiligen Geist, um den Christen immer wieder beten sollten, denn am Ende werde der Funke überspringen. "Die Verbindung zu Gott ist die Voraussetzung, dass die Kirche lebendig ist", sagt der 50-Jährige. "Ansonsten wird die Kirche zu einem Sozialverein, der irgendetwas tut." Kirche, so Pfarrer Fuchs, sei aber der Ort, an dem der Geist Gottes wirke.
Der Mann aus Neumarkt/Oberpfalz ist wohl nicht aus Zufall Schaustellerpfarrer. Seine Oma war selbst Marktfrau. Fuchs möchte ganz für Schausteller und Zirkusleute da sein: Sie hätten keine Bindung zu einer Gemeinde und bräuchten einen festen Ansprechpartner.
"Gott ist der Urgrund unserer Freude, die auf den Festen zum Ausdruck kommt", sagt Fuchs. Stimmungsvoll geht es in der Tat nach dem Gottesdienst weiter. Der Musikverein Staufen unter der Leitung von Markus Grandel spielt den Bayerischen Defiliermarsch. Festorganisator Popp ist mit dem Verlauf des Volksfestes zufrieden: "Wir hatten bisher einen guten Besuch, ich bin angenehm überrascht." 2010 werde es das 3. Bachtaler Volksfest geben. »Seite 36
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