Im April starb ein Motorradfahrer durch einen Ölfleck auf einer Straße. Die Polizei vermutet ein Attentat. Jetzt gibt es einen ähnlichen Vorfall - nahe Dillingen.

Nach dem Ölfleck-Mord im Allgäu hält die Polizei jetzt ein Vorfall im Landkreis Dillingen in Atem. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord mitteilte, hatten Autofahrer eine rund acht Quadratmeter große Ölfläche auf der Kreisstraße zwischen Osterbuch und Affaltern bemerkt und die Polizei gerufen. Als die Beamten eintrafen, fanden sie im angrenzenden Maisfeld einen 20-Liter-Eimer, in dem sich noch ein halber Liter Altöl befand. Die Kripo Dillingen geht deshalb davon aus, dass das Öl absichtlich auf der Straße verteilt wurde, um Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
Gleiches vermutet die Polizei auch beim sogenannten Ölfleck-Mord. Der hatte sich im April im Allgäu ereignet. Dabei war ein 37 Jahre alter Familienvater mit seinem Motorrad zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren in eine Ölspur geraten, gestürzt und gegen ein entgegenkommendes Auto geprallt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Vom Täter fehlt jede Spur. Zuletzt hatte sich die Polizei über die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ungelöst" Hinweise auf den Täter erhofft. Doch die Suche blieb ergebnislos. Wer hinter der Tat steckt, ist weiter unklar.
Ob es der gleiche Täter ist, der jetzt in Dillingen zuschlug oder ob es ein Nachahmer war, sei bislang reine Spekulation, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Die Kripo Dillingen habe jedoch zu den Ermittlern des Ölfleck-Mords Kontakt aufgenommen. Noch ist unklar, ob es überhaupt einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt. Laut Polizei kann es jedoch nicht ausgeschlossen werden. AZ
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