Landkreis Nur noch rund zwei Wochen - dann ist Ostern. Und Hasen gibt es bereits jetzt in allen Situationen zu kaufen: groß und klein, aus Papier und Schokolade, in Gelb und Grün. Doch wie lebt der echte Feldhase in unserer Region? Das hat der Vorsitzende der Kreisjägervereinigung, Helmut Jaumann, erklärt.

Die Feinde des Mummelmanns sind zahlreich: "Menschen, Hunde, Wölfe, Luchse, Katzen, Marder, Wiesel, Füchse, Adler, Uhus, Raben, Krähen, jeder Habicht, den wir sehen, Elstern auch nicht zu vergessen - alles, alles will ihn fressen." In der intensiv genutzten Agrarlandschaft haben sich die ökologischen Faktoren für den Feldhasen geändert.
Nicht im ganzen Jahr ein reichhaltiges Nahrungsangebot
Ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Nahrungsangebot ist nicht mehr ganzjährig vorhanden, die großen Erntemaschinen fordern viele Opfer unter den Junghasen und aufgrund mangelnder Nachkommen haben zudem Beutegreifer leichtes Spiel. Hinzu kommen Krankheiten und Verkehrsopfer, sagt Jaumann.
Die Feldhasenzählungen der privaten Jäger im Rahmen des Wildtierinformationssystems der Länder Deutschlands stimmen dennoch zuversichtlich. Die Zählungen 2009 zeigen, dass Meister Lampe sich in Bayern noch am wohlsten fühlt. Mit mehr als 16 Hasen pro 100 Hektar liegt Bayern über dem deutschlandweiten Durchschnitt.
In Äckern oder Wiesen verbringt der Einzelgänger Hase den größten Teil des Tages geduckt in Mulden. Hier werden auch die Jungen geboren. Um keine Fressfeinde anzulocken, säugt die Hasenmutter sie nur einmal am Tag nach Sonnenuntergang mit ihrer gehaltvollen Milch.
Pro Jahr bekommt die Feldhäsin selten mehr als vier Mal im Jahr zwei bis vier Junge. Vorweg fand eine wilde "Hasenhochzeit" mit Boxkämpfen, Verfolgungsläufen und temperamentvollen Luftsprüngen statt.
Verstärkte Bejagung von Beutegreifern
Auch wenn sich die Mümmelmänner fleißig vermehren und gesicherte Feldhasenbestände in vielen Bereichen Bayerns verzeichnet werden können, sind das A und O für eine dauerhafte Sicherung der Population die Maßnahmen der Jäger zur Lebensraumverbesserung und eine verstärkte Bejagung von Beutegreifern. Dann müsse man sich in den Wochen vor Ostern keine Gedanken um den Osterhasen machen, so Jaumann. (pm)
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