Tod und Trauer hängen unweigerlich zusammen. "Wir wollen dem Thema den dunklen Schleier abnehmen und aufmerksam machen", sagt Günter Iserhot. Im Juni hatte er sein eigenes Buch zu diesem Thema veröffentlicht.



Gundelfingen Tod und Trauer hängen unweigerlich zusammen. "Wir wollen dem Thema den dunklen Schleier abnehmen und aufmerksam machen", sagt Günter Iserhot. Er ist kein Unbekannter. Im Juni veröffentlicht er sein eigenes Buch. "Hilfe und Zuspruch für schwere Stunden im Leben", lautet der Titel. Darin sind einfühlsame Texte und Sprüche und stimmungsvolle Bilder enthalten. Todesfälle in seinem Umfeld waren ein Beweggrund diese Gedanken niederzuschreiben, aber auch das Bedürfnis anderen Menschen zu helfen.
Das ist sein Antrieb. Seit Juni hat der Gundelfinger 51 Auslegestellen - Buchhandlungen, Blumengeschäfte oder Steinmetze - in den Landkreisen Dillingen, Günzburg und Heidenheim gefunden, die das Buch in ihr Sortiment aufgenommen haben. Jeden Sonntag beliefert Günter Iserhot diese Geschäfte - und das alles mit dem Fahrrad. Iserhot: "Das ist sinnbildlich gemeint. Mein Ziel ist es weiter daran zu arbeiten. Das Buch soll es einmal in ganz Bayern geben." Aber auch die Trauernden dürften nicht stehen bleiben. Durch sein Engagement und sein Buch will er Überzeugungsarbeit leisten. Hand in Hand arbeitet er dafür mit der Bayerischen Stiftung Hospiz zusammen. Auf deren Homepage wird sein Buch vorgestellt. Und nicht nur das: Am Samstag und Sonntag, 1. und 2. November, veranstaltet er in Kooperation mit dem Hospizdienst Caritasverband Dillingen eine Ausstellung in der Gundelfinger Walkmühle. Dort wird eine Wanderausstellung gezeigt, die Günter Iserhot in diesen Tagen von Dr. Thomas Binsack, Vorsitzender des Stiftungsrates der Bayerischen Hospize, überreicht bekommen hat. Rund 20 Bilder, die sterbenskranke Menschen gemalt haben. "Lebensblume", "Sonnenuntergang" oder "Durchgang" sind beispielsweise Titel, die die Gedanken der Künstler widerspiegeln. "Wo Worte fehlen", heißt die Reihe der gefühlvollen Bilder.
Neben der Wanderausstellung wird Günter Iserhot Ausschnitte aus seinem Buch zeigen und sowohl Samstag als auch Sonntag daraus lesen. Birgit Hofmeister, Einsatzleiterin des Dillinger Hospiz- und Palliativberatungsdienstes, wird über die Hospizarbeit sprechen. Außerdem gibt es während der Veranstaltung Gelegenheit mit Monika Peter, Vorsitzende des Vereins Verwaister Eltern, zu sprechen.
"Die Veranstaltung in Gundelfingen ist ein Versuch. Natürlich ist es für uns alle Neuland", sagt Günter Iserhot.
Die Ausstellung ist Samstag und Sonntag, 1. und 2. November, von 11 bis 18 Uhr in der Gundelfinger Walkmühle geöffnet. Die Vernissage findet am Samstag, 1. November um 11 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Freiwillige Spenden kommen dem Dillinger Hospiz zugute.
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