Sonntag, 20. August 2017

08. Dezember 2010 06:09 Uhr

Zweifel an Aussagekraft des zweiten Gutachtens

Das Thema Windkraft ist in Zöschingen nach wie vor ein heißes Eisen. In der Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Norbert Schön nun von einem Windkraft-Symposium in Augsburg, an dem er mit einigen Gemeinderäten teilgenommen hatte. Dort habe ein renommierter Gutachter erklärt, dass in Untersuchungen gezeigt werden konnte, dass große Windparks einen "Scheucheffekt" für viele Vögel hätten. Sie würden die Windparks meiden. Von Katharina Gaugenrieder

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Rat Andreas Mengele erklärte hierzu, dass der Gutachter im Bezug auf schnelle Greifvögel wie den Rotmilan allerdings von einer eher geringen Wirkung dieses Effektes gesprochen habe. Daneben berichtete Schön auch über den Vortrag eines Technikers, der erklärt hatte, dass eine Lärmbelastung durch Windanlagen heute nicht mehr das Thema sei. Besonders wegen der größeren Spannweite und der langsameren Rotation.

Rat Helmut Weber stellte daraufhin die Frage, ob das Thema Windkraft nun im Gemeinderat überhaupt noch ein Thema sei. Er bezweifelte vor allen Dingen die Aussagekraft des neuen Gutachtens. Denn, wie Andreas Mengele ausführte, habe auch der Gutachter auf dem Symposium erklärt, dass ein solches nur Sinn mache, wenn es in der Brutzeit erstellt werde. Diese sei, als das zweite Gutachten erstellt wurde, aber längst vorbei gewesen. Bürgermeister Schön erklärte dazu, die Entscheidung, ob das Gutachten aussagekräftig sei, liege nicht bei der Gemeinde, sondern bei der Regierung von Schwaben oder dem Landratsamt. "Da haben wir keinen Einfluss mehr drauf."

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Die angekündigte Infoveranstaltung, die nach einem Beschluss des Gemeinderats bis Ende September hätte stattfinden sollen, wird es nun nicht geben. Knackpunkt hierfür war unter anderem, dass das Landratsamt mit Hinweis auf das laufende Verfahren eine Teilnahme ausgeschlossen hatte. Bürgermeister Schön regte an, die Information der Bürger mit der Bürgerversammlung im Frühjahr zu verbinden. Dann sei die Prüfung der Unterlagen vermutlich abgeschlossen und man könne konkrete Aussagen treffen. Ein Standpunkt, den nicht alle Räte teilten.

Nach derzeitigem Stand könnte es nach Auskunft des Rathauschefs sein, dass nicht alle der 13 Windräder genehmigt werden. Zur Diskussion stehen offenbar vor allem die beiden Anlagen, die auf den gemeindlichen Grundstücken geplant sind. "Wenn wir mit all dem jetzt erreicht hätten, dass statt 13 nur zehn gebaut werden, dann wäre das nur ein Schaden. Dann hätte die Gemeinde damit nichts gewonnen", sagte Schön in der Sitzung.

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Ein Artikel von
Katharina Indrich

Donau Zeitung
Ressort: Lokalnachrichten Dillingen

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