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05. Januar 2012 12:07 Uhr

Motorsport

20 Kilometer vor dem Etappenziel kommt das Aus

Mathias Behringer muss nach Schaden an seinem Racetruck die Rallye Dakar vorzeitig abbrechen Von Sebastian Klein

Die Anstrengungen wurden nicht belohnt, der Lutzinger Mathias Behringer und seine Beifahrer Hugo Kupper und Michael Karg mussten am dritten Tag der Rallye Dakar vorzeitig aufgeben (DZ berichtete). Dabei hatte das HS-Rallyeteam alles versucht, um den MAN-Racetruck der 38-Jährigen wieder ins Rollen zu bringen.

Bis 2 Uhr nachts hatten Mathias Behringer, Hugo Kupper und Michael Karg alles versucht, um an die dringend benötigten Ersatzteile heranzukommen, nachdem ihr MAN-Racetruck 20 Kilometer vor dem Etappenziel mit einem Defekt an der Motorkühlung und einem Ölverlust den Dienst quittiert hatte. Doch letztlich war das ambitionierte Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt. Die deutsch-niederländische Crew musste die Nacht in den weißen Dünen von Nihuil verbringen.

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„Wir sind richtig enttäuscht“, kommentiert Mathias Behringer den Ausfall: „Wir waren auf der zweiten Etappe so gut unterwegs, lagen auf Platz 16 – und dann ist plötzlich alles vorbei. Leider hatten wir keine Möglichkeit, an die nötigen Ersatzteile heranzukommen, um den Lkw sofort zu reparieren. Die Nacht in den Dünen war dann nicht so schlimm, wie sich das anhören mag. Wir hatten ja unsere Zelte und Schlafsäcke dabei.“

In den frühen Morgenstunden war klar: Der „Fast Assistance“-Racetruck des HS-Rallyeteams wird das Biwak nur noch dann im erlaubten Zeitfenster erreichen, wenn er die Unterstützung des Veranstalters in Anspruch nimmt – was wiederum zum sofortigen Wertungsausschluss führt. Damit war das Aus für Behringer und Co. endgültig besiegelt.

Die Hilfslieferung traf letztlich kurz nach Sonnenaufgang, gegen 6.30 Uhr, beim HS-Racetruck ein. Und sie erfolgte durch niemand geringeren als den Rallyeleiter höchstpersönlich: Der Helikopter von Etienne Lavigne drehte in der Früh eine kleine Ehrenrunde über die Etappe, um die Piloten des HS-Racetrucks mit den passenden Ersatzteilen zu versorgen.

In einer fünfstündigen, schweißtreibenden Operation konnte die Behringer-Mannschaft den Schaden an ihrem Truck schließlich beheben und den Weg in Richtung San Juan einschlagen, wo sie am Abend wieder auf den restlichen Rallyetross traf.

Mathias Behringer: „Ein so früher Ausfall ist natürlich immer besonders bitter. Jetzt möchten wir eigentlich so schnell wie möglich nach Hause, wir müssen aber zunächst unseren Lkw ‚versorgen‘.“ Dies bedeutet konkret, den Truck zum Zielort nach Lima/Peru zu chauffieren – eventuell sogar durch einen anderen Fahrer –, wo der Rallye-Tross nach der letzten Etappe am 15. Januar Richtung Europa eingeschifft wird. Oder zur Not selbst einen Heimtransport zu organisieren. Behringer selbst will nach dem für ihn enttäuschenden Ausscheiden verständlicherweise so schnell wie möglich zurück in die Heimat fliegen.

Ob der Nordschwabe im Spätsommer wieder die russische Silk-Way-Rallye bestreitet, ist noch offen. Sein HS-Team entscheidet von Veranstaltung zu Veranstaltung. Zunächst gilt es, die Dakar 2012 zu „verdauen“.

Bei uns im Internet:

Für die Leserinnen/Leser der Donau-Zeitung berichtet Mathias Behringer in seinem Internet-Tagebuch von den Erlebnissen bei der Dakar. Direkt zum Behringer-Blog geht es unter

www.donau-zeitung.de/dakar

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