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04. Februar 2012 12:08 Uhr

Fußball-Landesliga

Dreimal Platz acht

Die Zwischenbilanz zur Winterpause sieht den FCG nicht nur beim „Fairplay“ und bei den Zuschauern, sondern auch nach Punkten auf dem „ominösen“ Rang

Allein der FC Augsburg II und der Tabellenfünfte BC Aichach haben im Rahmen der Wintertagung Interesse an der Regionalliga bekundet, für das restliche Landesliga-Feld ist vor allem die neue, zweigeteilte Fußball-Bayernliga interessant. Zur Qualifikation ist mindestens Abschlussrang acht nötig – und den hält vor dem Start in die Frühjahrsrunde am ersten März-Wochenende der FC Gundelfingen.

Aber auch bei den Zuschauerzahlen rangieren die Gärtnerstädter auf dem achten Rang. 3115 Besucher kamen zu den bislang elf Heimpartien des FCG, was einem Schnitt von 283 entspricht. Die Frage, wer künftig in welcher Liga spielt, sorgt für hohes Interesse. Im Durchschnitt kamen 273 Fans zu den Landesliga-Süd-Partien, so viele wie seit 18 Jahren nicht mehr. Besonders stark ist der Andrang im Allgäu: „Krösus“ Kottern verbucht einen Schnitt von 591 Besuchern, Durach kommt als Dritter auf 440 und Sonthofen als Vierter auf 386. Lediglich der SV Kirchanschöring, der letzten Sommer nach 34 Jahren ins südbayerische Oberhaus zurückgekehrt war, hat sich in diese Phalanx eingeschlichen (Rang zwei, 590). Für die größte Zuschauerkulisse (1800) sorgte das Derby zwischen Kottern und Durach (3:1).

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„Rekordsünder“ beim VfB Durach

Die Disziplin lässt beim Aufsteiger BC Aichach mitunter zu wünschen übrig. Zehnmal mussten BCA-Kicker vorzeitig vom Platz. Den „Rekordsünder“ stellt jedoch der VfB Durach, bei dem Steffen Wachter dreimal mit „Gelb-Rot“ runter musste. Wacker Burghausen II, der VfB Eichstätt und der SV Kirchanschöring sind in der Fairplay-Wertung ganz vorne zu finden. Die Gundelfinger nehmen – wen wundert es – auch hier zusammen mit Schwabmünchen Platz acht ein.

Gleich zwei Spielwertungen sorgten für Aufregung in der Landesliga Süd, deren lange Geschichte aufgrund der Ligareform im Sommer zu Ende geht. Einmal fühlte sich der SV Pullach zu hart bestraft, weil deren 3:1-Sieg gegen den TSV Landsberg in eine 0:X-Niederlage umgewandelt wurde. Allerdings hatten die Pullacher übersehen, dass sie für mehrere Spieler keine gültigen Spielerpässe vorlegen konnten.

Dagegen wollte der VfB Durach, dass nach dem Schien- und Wadenbeinbruch seines Torhüters Dominik Rotter die Partie gegen den FC Gundelfingen neu angesetzt wird. 0:2 lagen die Allgäuer zum Zeitpunkt des von ihnen gewünschten Abbruchs zurück, die Sportrichter sahen jedoch keinen Grund, das Spiel noch einmal neu auszutragen und sprachen den Gundelfingern die Punkte zu.

An der Tabellensituation des VfB Durach hat dies nichts geändert, zusammen mit der TSG Thannhausen hinkt der Neuling dem Feld hinterher. Während vorne der SV Wacker Burghausen II einsam seine Kreise zieht. Acht Punkte liegt die Drittliga-Reserve schon vor den Verfolgern FC Augsburg II und FC Pipinsried. Was für das Team von Trainer Mario Demmelbauer locker zur Qualifikation für die neue Bayernliga Süd reichen wird, nicht aber für die Regionalliga Bayern. Denn dorthin darf der SV Wacker II aufgrund der Regularien nicht aufsteigen – außer, die eigenen Profis sollten noch die Sensation schaffen und in die 2. Bundesliga durchstarten.

Vier Klubs wechselten die Trainer. Beim Aufsteiger Eching wollte sich unter dem Duo Ivica Bacic und Romeo Edsperger kein Sieg einstellen, erst Interimscoach Michael Widhopf brachte die Oberbayern mit zwei „Dreiern“ wieder auf Erfolgskurs, ehe Ex-Profi Rainer Leitl nach dem zehnten Spieltag übernahm. Die Mittelschwaben vom Ex-Bayernligisten TSG Thannhausen, die kurz vor der Winterpause Marco Chessa durch Rückkehrer Jochen Frankl ersetzten, warten seit 14 Spielen auf einen „Dreier“. Besser lief es für den FC Pipinsried, wo sich Präsident Konrad Höß und Spielertrainer Roland Baumgärtner nicht einig wurden. Was zu Baumgärtners Rücktritt führte. Und zur Beförderung seines Assistenten Jürgen Schäfer zum neuen Chef, der seitdem fleißig punktet. In der Winterpause verabschiedete sich dann noch Robert Berg vom SV Kirchanschöring, auch hier wurde der „Co“ Günter Heberle zum neuen „Vorturner“ befördert.

Zweimal per „Dreierpack“

Das 6:0 des 1. FC Sonthofen gegen den SC Fürstenfeldbruck stellte den höchsten Heimsieg dar, das 6:0 des BCF Wolfratshausen beim TSV Landsberg den höchsten Auswärtssieg. Das beste Heimteam stellt Wacker Burghausen II mit 30 Punkten, auswärts sammelte der FC Augsburg II (18) die meisten Punkte. Die 618 Tore gehen auf das Konto von 189 Schützen. Erfolgreichste Torjäger sind Christian Doll vom Aufstiegsaspiranten BC Aichach und Fabijan Hrgota vom TSV Eching, die auf jeweils 16 Treffer kommen. Neun Saisontore schoss Sinan Yilmaz, wobei der Kotterner schon zweimal per „Dreierpack“ traf. Bester FCG-Torschütze ist Stefan Winkler – wie sollte es anders sein – mit acht Treffern.

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