20 Auftritte haben die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen in dieser Saison schon hinter sich, der 21. und letzte in diesem Jahr folgt am heutigen Samstag (14 Uhr). Und gegen das abgeschlagene Schlusslicht TSV Großhadern steht eine vermeintlich leichte Aufgabe ins Haus. Von Walter Brugger
"Das geht mir auf den Keks", ledert FCG-Coach Stefan Anderl gleich los, "weil auch Großhadern kicken kann." Wie der Münchner Stadtteilklub jüngst gegen den TSV Gersthofen unter Beweis stellte. Trotz der 0:3-Niederlage. "Gersthofen hat viermal aufs Tor geschossen und drei Treffer erzielt", meinte Hadern-Coach Martin Wildgruber - und wollte angesichts der Abschlussschwäche seiner Mannschaft die Woche über verstärkt den Torschuss aus fünf Metern Entfernung üben lassen.
Das alles interessiert Stefan Anderl derweil wenig, er will einen guten Abschluss unter "das vielleicht anstrengendste Jahr meiner ganzen Karriere." Los ging es mit einer schwierigen Wintervorbereitung und einem holprigen Frühjahrsstart, auf die verkorkste Sommervorbereitung folgte eine schwere Findungsphase in der Landesliga.
"Das dauert halt seine Zeit", ist dem Coach bewusst und erinnert sich an die eigene Zeit, als er mit 17 Jahren ins "Landesliga-Wasser" geworfen wurde. "Wir spielten vier, fünf Jahre gegen den Abstieg, ehe wir uns auch dank der Erfahrung nach oben orientieren konnten. Genau den gleichen Prozess machen jetzt meine Jungs durch." Deshalb ist für den 44-Jährigen klar: "Wenn wir gegen Großhadern gewinnen - egal wie -, dann zähle ich heute abend zu den zufriedensten Menschen."
An der spielerischen Qualität der Gundelfinger soll es nicht scheitern, die ist durchaus vorhanden. "Sonst hätten wir nicht den Spitzenreiter SV Heimstetten oder den Zweiten VfB Eichstätt zwischendurch an die Wand gespielt", so Anderl. Weshalb er immer wieder die Mentalität anspricht und mehr Mut von seinen Schützlingen fordert.
Bei Kapitän Oliver Aunkofer braucht er das Thema allerdings nicht ansprechen, der fällt mit seiner Knieverletzung aus dem Eching-Spiel weiter aus. Abgesehen von den Langzeit-Patienten Hermann Danner, Daniele Maccario und Simon Bösch steht den Grün-Weißen somit der komplette Kader zur Verfügung. Und der hat nach dem 3:4 im Hinspiel noch etwas gut zu machen.
FC Gundelfingen Kiebler, T. Fuchsluger; Putz, Mayerle, Schnelle, Rufrano, Scheu, Santamaria, Wirth, Prießnitz, Müller, Wünsche, Winkler, Kerle, Klein, Schröder, A. Fuchsluger, Amann
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