Wetter
Fr.
22°C
Wetter
Sa.
21°C

11. März 2010 10:40 Uhr

14 Soldaten schleppen für die Tigerenten

Harburg Puppen verpacken, Lego-Steine sortieren, Kartons schleppen, und, und, und . . . Wo die Tage normalerweise mit Spielen und Malen verbracht werden, herrscht diese Woche Umzugsstress: die Harburger Kindertagesstätte zieht um. Mit Kind und Kasper. 400 Umzugskartons mussten in die neue Residenz der Kindergruppen "Tigerenten", "Raben", "Mäuse" und "Bären" befördert werden. Gestern haben 14 Soldaten des Fernmelderegiments 922 aus Donauwörth mit angepackt. Heute helfen Azubis von Märker.

Aber schön der Reihe nach: Vergangenen September erfuhr Elfi Hlawon, Leiterin der Kindertagesstätte, dass das Gebäude in der Mündlinger Straße energetisch saniert wird. Bei der Suche nach einer neuen Unterkunft wurden einige Pläne verworfen, bis Kämmerer Josef Mayer auf die Idee kam, das historische Spielberger-Haus neben dem Rathaus zu nutzen. Das stand nämlich seit Ende Dezember leer.

Bürgermeister freut sich

ANZEIGE

Zuletzt nutzte die Firma HPC das 1807 erbaute Gebäude. Da insgesamt vier Stockwerke über 670 Quadratmeter gehen und so alle Kindergartenkinder an einem Ort untergebracht werden können, war dies für Hlawon eine gute Lösung. Nach dem Segen des Stadtrates fanden Fachansichten statt und die Räume wurden auflagengerecht ausgestattet. Konkret heißt das: Fenstergriffe entfernen, Heizkörper sichern und Treppenhandläufe anbringen. Die Kommune mietet das Haus. Die Kinderkrippe mit zehn Kindern ist bereits im Fremdenverkehrsraum im Rathaus untergebracht.

Im Ort helfen viele mit: Neben den Umzugshelfern hat Schiele Solartechnik einen Sprinter zur Verfügung gestellt, die Firma Hermuth zwei. Für die Schuftenden gab es gestern Gastronomie-Gutscheine.

Der Umzug bedeutet mehr als nur eine neue Adresse: In den nächsten Monaten ändert sich vieles in Harburg - für die Kinder, die Harburger selbst und auch den Bürgermeister. Allem voran wird die Innenstadt richtig lebendig. 104 Kinder werden künftig die Stadt mit Freude und Leben füllen. Bürgermeister Wolfgang Kilian freut sich über seine neuen Nachbarn. "Ich finde es richtig schön. Das wird bestimmt lustig", ist er sicher. Die neue Stätte hält er für ideal: "Ein absoluter Glücksfall." Die Anreise wird komplizierter als bisher: Viele Kinder kommen zu Fuß in Begleitung der Eltern oder in deren Pkw an, was für erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgen wird. Die Kleinen aus Mauren und Mündling kommen mit dem Bus an. Sie werden unter Aufsicht von Eltern und Erziehern von der Haltestelle im "Gras" über die Steinerne Brücke laufen. Zu diesen Zeiten wird sie für Autos gesperrt.

Da die neue Unterkunft keinen Garten hat, werden die Kinder zur Heide, Burg oder in den Wald zum Spielen gehen. Ein Problem gibt es im Spielberger-Haus jedoch: Zu wenig Toiletten. Da wird mit einem Camping-Klo und Töpfchen Abhilfe geschaffen. "Bei einem Provisorium ist nicht alles optimal. Aber wir werden es meistern", so Kilian.

Im August wieder zurück

Die Freude über die Belebung der Stadt währt allerdings nicht allzu lange: Bereits im August geht es wieder los mit Puppen verpacken, Lego-Steine sortieren und Kartons schleppen. Zum 1. September soll die Sanierung abgeschlossen sein. Die Kinder ziehen wieder in die eigentliche Tagesstätte. Der Bürgermeister ist jetzt schon unglücklich, wenn er an diesen Abschied denkt.

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Schlagzeilen aus der Nachbarschaft
Neu in den Foren

Veranstaltungen vom 25.05.2012

Adressen für Ihre Gesundheit

Partnersuche