Donnerstag, 24. Juli 2014

21. Juli 2014 15:45 Uhr

Helikopter-Technologie-Park

30 Firmen unter einem Dach mit direktem Draht zu Eurocopter

In Donauwörth ist nun ein weiterer Abschnitt des Helikopter-Technologie-Parks (HTP) verwirklicht worden. Gestern hat das sogenannte Kooperationszentrum (Cooperation Center) offiziell den Betrieb aufgenommen.

i

In dem neuen vierstöckigen Gebäude auf dem ehemaligen Gubi-Gelände sind 30 Firmen, die einen direkten Draht zu Eurocopter haben, unter einem Dach vereint. Auf einer Raumfläche von über 5200 Quadratmetern sollen bis zum Jahresende rund 200 Leute arbeiten. Bei den Unternehmen handelt es sich um Zulieferer und Dienstleister für den Flugzeugteile- und Hubschrauber-Hersteller.

Weiterer Meilenstein

ANZEIGE

Dr. Wolfgang Schoder, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Eurocopter Deutschland, bezeichnete das Kooperationszentrum als einen "weiteren Meilenstein". Der habe eine noch größere Herausforderung dargestellt, als das im vergangenen Jahr ausgelagerte Logistikzentrum. Das Projekt sei "eine wichtige Zukunftssicherung für den Standort Donauwörth". Nun gelte es, dass auf der "Integrationsplattform" die 30 Firmen und Eurocopter "aufeinander zugehen und intensiv zusammenarbeiten".

Das Kooperationszentrum sei notwendig, weil die Komplexität der Hubschraubersysteme zunehme und das Wachstum von Eurocopter anhalte. Dies erfordere optimierte Prozesse. Dem Projekt-Koordinator Jörg Bergbauer zufolge eröffnet das neue Zentrum den beteiligten Firmen auch die Chance, neue Arbeitsfelder bis hin zur Systemverantwortung zu übernehmen.

Zu den großen Mietern in dem Gebäude zählt das Unternehmen CADCON mit Sitz in Gersthofen. Die Filiale in Donauwörth besteht nach Auskunft von Geschäftsführer Robert Bauer schon acht Jahre und befand sich bisher in der Bahnhofstraße. Die 30 Mitarbeiter seien im Kooperationszentrum auf gut 300 Quadratmetern untergebracht.

Ingenieure und Techniker

Die Ingenieure, Techniker und technischen Zeichner seien unter anderem in den Bereichen Konstruktion, Dokumentation sowie Simulation tätig und führten Festigkeitsberechnungen durch. Eurocopter sei der zweitgrößte Einzelkunde von CADCON, so Bauer. Von Donauwörth aus würden auch viele Aufträge für die Firma Zeiss erledigt. Neben Büros mit reinen Computer-Arbeitsplätzen sind im Kooperationszentrum auch einige Betriebe vertreten, in denen auch "handwerklich" gearbeitet wird. So werden beispielsweise bei Trescal Messgeräte überprüft, die Eurocopter in der Produktion einsetzt. Fünf Beschäftigte zähle die Niederlassung, berichtete Geschäftsführer Roland Klinke unserer Zeitung.

"Wir haben den Standort weiterentwickelt", freute sich Georg Schmid, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Landtag, über das zweite Standbein des Helikopter-Technologie-Parks. Dessen Ausbau gehe weiter: "Wir haben noch viele Ideen." Es sei sicher nicht das letzte Gebäude, das an dieser Stelle gebaut wurde (eigener Artikel).

Wertvolle Impulse

Von "einem wunderschönen Tag für die Stadt Donauwörth, den Wirtschaftsstandort und die Region", sprach Oberbürgermeister Armin Neudert. Er zeigte sich überzeugt, dass von dem Zentrum wertvolle Impulse ausgehen werden. Der OB schilderte, dass von der Baugenehmigung bis zur Abnahme nur elf Monate vergangen seien. An diese Tatsache erinnerte auch Projektleiter Jochen Höfinghoff.

i

Artikel kommentieren

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung

Unternehmen aus der Region

Stellenangebote aus Donauwörth

Neu in den Foren

Neu in den Leserblogs
Partnersuche