Donauwörth (pm/fabb) - Alkoholkonsum gehört nach wie vor zu den Hauptunfallursachen. Mehr als 13 Prozent der Verkehrstoten im Jahr 2006 - in absoluten Zahlen 122 - kamen bei Alkoholunfällen in Bayern ums Leben. Auch in unserer Region ist ein großer Anteil der Verkehrsunfälle auf alkoholisierte Fahrer zurückzuführen. Jetzt müssen zumindest Fahranfänger unter 21 Jahren bundesweit komplett auf Alkohol am Steuer verzichten.
Das Gesetz zur Einführung dieses Alkoholverbots tritt am 1. August 2007 um Mitternacht in Kraft. " Allein schon wegen der häufig tödlich endenden Discofahrten ist das absolute Alkoholverbot am Steuer für die Fahranfängerinnen und Fahranfänger eine klare und außerordentlich wichtige gesetzliche Regelung. Wer die Null-Promille-Grenze missachtet, muss mit erheblichen Konsequenzen rechnen", betont Innenstaatssekretär Georg Schmid.
Ziel des Gesetzes sei es, die alkoholbedingten Unfälle durch ein Alkoholverbot für junge Fahrer zu reduzieren. Auf die Frage, ob im Einzelfall die Fahrsicherheit des Betroffenen beeinträchtigt war, komme es dabei nicht an. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldbuße bis zu 1000 Euro sanktioniert, wobei im Regelfall eine Geldbuße von 125 Euro verhängt werde.
Ein Fahrverbot sei nicht vorgesehen, Verstöße werden mit zwei Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen. Die Probezeit verlängere sich um zwei Jahre für diejenigen, die sich noch in der Probezeit befinden.
Außerdem sei eine Teilnahme an einem besonderen Aufbauseminar erforderlich. "Durch diese Seminare sollen sie dazu veranlasst werden, eine risikobewusstere Einstellung im Straßenverkehr zu entwickeln", erläuterte Schmid gestern in der Pressemitteilung seines Ministeriums.
"Im Interesse der Verkehrssicherheit und natürlich auch im eignenen Interesse sollte sich niemand alkoholisiert ans Steuer setzen. Die jungen Fahranfängerinnen und Fahranfänger sind überproportional an den Unfällen beteiligt. Deshalb ist die Einführung des absoluten Alkoholverbots für diese Zielgruppe dringend notwendig. Ich freue mich, dass Umfragen bei den jungen Fahranfängern/innen eine hohe Akzeptanz des neuen Gesetzes belegen", so Schmid.
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