Freitag, 20. Oktober 2017

16. Dezember 2009 14:29 Uhr

Landkreis Donau-Ries

Aus explodierter Anlage strömt noch immer Gas

Nachdem am Mittwochmorgen der Tank einer Biogasanlage in Hamlar (Landkreis Donau-Ries) explodiert ist, müssen die Einsatzkräfte nun das Gas beseitigen. Doch immer neues Gas strömt nach. Von Stephanie Schuster

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Nachdem am Mittwochmorgen der Tank einer Biogasanlage in Hamlar (Landkreis Donau-Ries) explodiert ist, müssen die Einsatzkräfte nun das Gas beseitigen. Doch weil der Produktionsprozess nicht zu stoppen ist - also immer neues Gas nachkommt - bleibt ihnen nur eine Möglichkeit: Der überflüssige Brennstoff wird in die Luft abgelassen.

Wie die Polizei in Donauwörth mitteilte, habe sich inzwischen auch in anderen Gebäudeteilen der Anlage - also auch außerhalb des Gasspeichers - Gas angesammelt. Damit es nicht noch weitere Explosionen gibt , habe man sich deshalb entschlossen, den Vorratsspeicher zu öffnen und das Gas in die Luft abzuleiten. Das Landratsamt Donauwörth hat diese Maßnahme genehmigt. Eine Gefahr für die Anwohner besteht dadurch nicht, lediglich der Luftraum über der Anlage ist gesperrt - was lediglich den Flugplatz Donauwörth-Genderkingen betrifft.

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Dass die Gasproduktion auch nach einem so verheerenden Zwischenfall wie einer Explosion unvermindert weitergeht, liegt in der Natur einer Biogasanlage. "Den Gärprozess kann man nicht einfach anhalten", sagt Erhard Schiele, Geschäftsführer der Bioenergie Hamlar und Betreiber der Anlage. Man müsse deshalb noch ein bis zwei Tage abwarten - dann komme die Gasproduktion von alleine zum erliegen, weil die momentan eingefüllt Biomasse verbraucht ist.

Bis dahin ist Vorsicht geboten: Der kleinste Funke könnte zu neuen Explosionen führen. Die Einsatzkräfte haben deshalb das Areal der Anlage mit einem Zaun abgeriegelt. Bis das Gas vollständig beseitigt ist, wird das Gelände zudem von einem Sicherheitsdienst bewacht. Die Anwesenheit der Feuerwehr indes ist nicht mehr erforderlich, sodass der Einsatz am frühen Mittwochnachmittag beendet wurde.

Die Ursache für die Explosion ist noch nicht bekannt. Kreisbrandrat Bernhard Meyr zufolge könnte ein technischer Defekt verantwortlich gewesen sein. Die Ermittlungen der Kripo Dillingen dauern noch an. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Das genaue Ausmaß der Schadens ist allerdings noch nicht absehbar, sodass die Summe auch wesentlich höher sein könnte, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Nord mit.

In der Biogasanlage in Hamlar, einem Ortsteil von Asbach-Bäumenheim im Landkreis Donau-Ries war es am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr zu einer explosionsartigen Verpuffung gekommen. Dabei brach in einem der Gärbehälter ein Feuer aus. Doch die umliegenden Feuerwehren rückten sofort mit einem Großaufgebot an und konnten das Feuer rasch löschen.

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