Mittwoch, 23. August 2017

07. April 2011 07:00 Uhr

Schulkinowochen

Bayerisch-türkische Lausbuben

Mit ihrem Film „Seppi & Hias“ sorgen Regisseur Emre Koca und Schauspieler Aykut Kayacik im Donauwörther Kino für Begeisterung

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„Ich habe niemals aus dem Opferstock geklaut.“Regisseur Emre Koca

Donauwörth Eine Unterrichtsstunde der ganz besonderen Art gab es gestern für einige Kinder im Donauwörther Kino. Mit einem echten Film- und Fernsehstar zu Gast durften sie im Rahmen der bayerischen Schulkinowochen den Film „Seppi & Hias“ von Neuregisseur Emre Koca sehen. Dieser und der bekannte Schauspieler Aykut Kayacik ließen es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizukommen und dem jungen Publikum das Werk zu präsentieren.

Hauptcharaktere des Films sind Matthias „Hias“ und sein bester Freund Yusuf alias „Seppi“ aus dem oberbayerischen Beuerberg. Die beiden Drittklässler spielen in ihrer Freizeit am liebsten Fußball, und als glühende FC-Bayern-Fans ist das Trikot von Bastian Schweinsteiger größtes Objekt der Begierde. Da schreckt Hias nicht einmal davor zurück, Geld aus dem Opferstock der Kirche zu klauen, um sich das heiß ersehnte Shirt leisten zu können.

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Seppis größtes Problem derweil ist sein Onkel Ali, der dem Buben die Leberkässemmeln verbieten will, um ihn zum Islam zurückzuführen. Die beiden Jungs werden also kurz vor der anstehenden Erstkommunion von Hias mit ihren Sünden konfrontiert. Da steigt natürlich die Angst vor der Beichte umso mehr.

Freundschaft, Religion, Schuld – Themen, an die der Film auf komödiantische Weise heranführt. Trotzdem blieben einige Fragen der Kinder nach der Vorstellung offen, denen sich Emre Koca und Aykut Kayacik, der im Film Onkel Ali spielt, gerne stellten. Die beiden nahmen sich viel Zeit für die Kinder der drei Schulklassen aus Donauwörth und beantworteten auch persönliche Fragen, wie zum Beispiel, ob sie auch selber gerne Leberkässemmeln essen.

Die Idee zum Film entspringt aus der eigenen Kindheit von Emre Koca, der als Vierjähriger aus der Türkei nach Deutschland kam. „Ich habe selbst in so einem kleinen bayerischen Dorf gelebt und habe dort auch einiges mit meinem besten Freund angestellt“, erzählte der Regisseur. Allerdings sei einiges auch frei erfunden: „Ich habe niemals aus dem Opferstock geklaut.“

Die Fußball-Thematik lag nahe

Die Fußballthematik lag jedoch als glühender Bayern-Fan nahe. Das gefiel auch den zahlreichen rot-weiß gekleideten Fußballfans im Publikum. Die Kinder waren am Ende begeistert von der kurzweiligen Vorstellung. Vor allem, weil der Regisseur noch eine Filmszene mit ein paar der Kinder nachspielte.

Das weckte die Lust auf mehr. Regiesseur Emre Koca könnte sich sehr gut eine Fortsetzung seiner bayerisch-türkischen Lausbubengeschichten vorstellen. „Der Film ist eigentlich als Auftakt zu einer Serie gedacht“, berichtete er und erzählte von einer ganzen Menge an Ideen für weitere Episoden von Seppi und Hias.

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Ein Artikel von
Stephanie Utz

Donauwörther Zeitung
Ressort: Lokalsport

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