Pfarrerin Ingrid Gottwald-Weber lädt wieder zu einer interessanten Gottesdienstreihe in die Donau-Ries-Klinik und wieder einmal geht es um Spiritualität, um gelebte und gestaltete Frömmigkeit.
Woher kommen die Perlen des Glaubens? 1996 musste er wegen eines Sturms mehrere Tage auf einer kleinen griechischen Insel verbringen. Eigentlich wollte er ein Buch über den christlichen Glauben schreiben, doch als er die griechischen Fischer mit ihren Perlenketten beobachtete, hatte er eine andere Idee: Er zeichnete einen "Rettungsring" aus Perlen auf Papier und gab jeder Perle eine besondere Bedeutung.
Zurück in Schweden stellte er ein Perlenband her und nahm dieses als Hilfe zum Beten. Darüber kam er mit vielen Menschen ins Gespräch. Immer mehr Menschen in Schweden wollten ein solches Perlenband haben. Kirchengemeinden machten sich mit den Perlen auf einen neuen Weg. Für viele Christinnen und Christen in aller Welt gehören sie heute zum täglichen Leben.
Achtzehn Perlen in der Hand. Jede einzelne Perle hat ihre eigene Bedeutung. Sie steht für eine Lebensfrage, einen Gedanken, ein Gebet. Zu einem Perlenband zusammengefügt, können die Perlen ein Sinnbild des Lebensweges sein. Sie machen den Glauben begreifbar.
In den vergangenen Jahren haben die Perlen des Glaubens Menschen anregen können, christliche Tradition neu zu entdecken und zu verstehen. Sie sind ein Katechismus (Glaubensunterricht) für die Hände, ein einfaches Hilfsmittel, den eigenen spirituellen Weg zu finden und einzuüben.
Mit dem Perlenband können wir üben, den Alltag für einen Moment zu unterbrechen. In der kirchlichen Tradition wird dies "Einkehr" genannt. Damit ist nicht die Flucht aus der Gegenwart gemeint, sondern Konzentration: Wenn die Finger die Perlen ertasten, können sich Pulsschlag und Atem beruhigen.
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