Mittwoch, 22. November 2017

08. November 2011 00:09 Uhr

Komödie

Betreutes oder bereutes Wohnen?

Seit Wochen wird bei der Schützenbühne eifrig geprobt

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Die Akteure der Schützenbühne Schweinspoint haben wochenlangen geprobt – sie bringen die Verwechslungskomödie „Be(t)reutes Wohnen“ auf die Bühne.
Foto:privat

Marxheim-Schweinspoint Die Akteure der Schützenbühne Schweins-point fiebern aufgeregt nach wochenlangen Proben der Premiere ihrer Verwechslungskomödie „Be(t)reutes Wohnen“ entgegen.

Im Mittelpunkt des Stückes stehen die beiden rüstigen Rentner Franz Krüger (Roland Schaller) und Karlheinz Schmucker (Josef Baur), die eine Senioren-Wohngemeinschaft gründen und daraus ihre Vorteile ziehen wollen. Sie erhoffen sich einen kostenlosen Altersruhesitz mit sämtlichen Annehmlichkeiten und Betreuung. Doch es kommt ganz anders. In Schweinspoint wird ein großes Haus gemietet und an mehrere Bewohner vermietet. Die wohlüberlegten Pläne für den Ruhestand werden von den neuen Mitbewohnerinnen kräftig durchkreuzt. Unter dem Motto: „Besser Nägel maniküren, als Teller polieren“, schaffen es die Damen mit List und Tücke, dass die Herren für die ungeliebte Hausarbeit verantwortlich sind. Nichts Ungewöhnliches für den neuen Mitbewohner Otto Kaiser (Jürgen Lechner): Er steht schon seit 30 Jahren unter dem Pantoffel seiner Ehefrau Emilie (Gabi Fieger) und ist perfekt im Küchendienst.

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Per Zeitungsanzeige

Doch die Rentner haben Ideen. Franz sucht per Zeitungsanzeige eine Zugehfrau für die Hausarbeit. Das Inserat landet allerdings unter der Rubrik Bekanntschaften. Eine entsprechende Bewerberin (Eva Baur) meldet sich. Besonders clever will Karlheinz seine Rente aufbessern, er stellt einen Antrag für die Pflegestufe 3, obwohl er topfit ist.

Eine Prüferin des Medizinischen Dienstes (Marina Karmann) hat sich deshalb angemeldet. Zwischenzeitlich taucht auch noch Neffe Michael (Florian Schreiber) mit seinem Hamster Susi auf. Susi ist unpässlich und eine Tierärztin (Maria Stöckl) wird angefordert. Zudem erhält die Mitbewohnerin, die Lehrerin Schmidt-Heilmann (Monika Wenninger), unangemeldeten Besuch: Die frisch vermählte Tochter (Sandra Franz) reist nach einem Ehekrach an. Schwiegersohn Dieter (Peter Schmid) folgt postwendend. Also genügend Personen für flotte Sprüche, viele amüsante Verwechslungen, unrichtige Verdächtigungen und falsche Anschuldigungen. Besonders da Mitbewohnerin Agnes (Petra Hoffmann) eigentlich immer nur Frieden stiften will.

Es stellt sich die Frage, ist es ein betreutes oder ein bereutes Wohnen? In Nebenrollen treten noch Verena Schaller und Johannes Grasheu als Elektriker-Azubis auf. Für die Regie ist Ernst Ringenberger verantwortlich.

Besonders gelungen ist auch das Bühnenbild, das den Besuchern den Blick in Küche und Wohnzimmer bietet. (pm)

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