Kaisheim (pm) - 40 ehrenamtliche Mitarbeiter konnte der Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Kaisheim, Leitender Regierungsdirektor Friedhelm Kirchhoff, in der Anstalt zum Treffen der Ehrenamtlichen begrüßen.

Nachdem er seine leitenden Mitarbeiter vorgestellt hatte, ging er in seiner Begrüßungsrede auf die Bedeutung der ehrenamtlichen Mitarbeit ein. In der JVA seien derzeit 83 Ehrenamtliche aktiv. Dies stelle eine sehr beachtliche Anzahl dar. Ohne das Engagement dieser Mitarbeiter sei der moderne Strafvollzug überhaupt nicht mehr vorstellbar, sagte Kirchhoff,
Eine lobenswerte Aufgabe
Durch ihre vielseitigen Angebote würden für die Gefangenen Brücken zur Außenwelt geschlagen und die erfolgreiche Wiedereingliederung nach der Entlassung in vielen Fällen erst möglich gemacht. Die Gesellschaft sei den Ehrenamtlichen deshalb zu großem Dank verpflichtet und er wolle auf ihre wichtige und lobenswerte Arbeit öffentlich aufmerksam machen.
In diesen Dank schloss er seinen Mitarbeiter, Sozialamtsrat Josef Wegele ausdrücklich ein, der den ehrenamtlichen Mitarbeitern das ganze Jahr als Ansprechpartner zur Verfügung stehe und auch dieses Treffen vorbildlich vorbereitet habe.
Vater-Kind-Gruppe
Der Anstaltsleiter konnte auch über erfreuliche Behandlungsinitiativen berichten. Mit Unterstützung des Katholischen Verbandes für soziale Dienste, SKM Donau-Ries, wurde eine Vater-Kind-Gruppe in das Behandlungsangebot aufgenommen, um der Entfremdung zwischen inhaftierten Vätern und ihren Kindern entgegen zu wirken. Parallel dazu können sich die Mütter außerhalb der Anstalt unter fachlicher Anleitung austauschen.
Im Rahmen einer kleinen Führung hatten die Ehrenamtlichen dann die Gelegenheit, die neue Zugangsabteilung sowie die gerade erst eröffnete Sozialtherapeutische Abteilung für die Behandlung von Gewaltstraftätern zu besichtigen. Wissenschaftliche Studien, so der Anstaltsleiter, hätten ergeben, dass die dort gewährleistete intensivere Behandlung geeignet sei, die Zahl der Rückfälle zu verringern und dadurch zum Schutz der Gesellschaft erheblich beitragen könne. Diplom Psychologin Monika Egeter, die Leiterin dieser Abteilung, stellte den Ehrenamtlichen das therapeutische Konzept vor.
Im Anschluss an den offiziellen Teil eröffnete der Anstaltsleiter das kalte Büfett, welches von den Mitarbeitern der Anstaltsküche professionell vorbereitet war. Sie ernteten für ihr Engagement von allen Seiten großes Lob. Auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch sowohl unter den Ehrenamtlichen als auch mit Mitarbeitern der Justizvollzugsanstalt kam bei dieser Veranstaltung nicht zu kurz.
Interessenten für eine ehrenamtliche Mitarbeit können sich an die Justizvollzugsanstalt Kaisheim, Sozialamtsrat Josef Wegele, Tel. 0 90 99/999-146 (oder -546), wenden.
Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.justizvollzug-bayern.de.
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