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26. Januar 2012 12:12 Uhr

Stadtentwicklung

City-Manager soll die Altstadt beleben

Markus Jocher will in Wemding „etwas Unverwechselbares“ schaffen

Bürgermeister Dr. Martin Drexler (links) und Gewerbeverbandsvorsitzender Klaus Fischer (rechts) begrüßten City-Manager Markus Jocher in Wemding. Jocher ist für zwei Jahre befristet in der Stadt zwei Tage pro Woche tätig.
Foto: Widemann

Wemding In der Stadt Wemding ist ab sofort ein City-Manager aktiv. Markus Jocher hat mit Beginn des Jahres diesen Job übernommen und kümmert sich laut Bürgermeister Dr. Martin Drexler vornehmlich um die Belebung der Innenstadt. Jocher ist für die Firma Cima Beratung und Management tätig. Der Vertrag mit Cima beziehungsweise dem City-Manager ist vorerst auf zwei Jahre befristet.

Bei einer Veranstaltung im Hotel Meerfräulein stellte sich der 51-Jährige den Mitgliedern des Gewerbeverbands Wemding vor und formulierte bereits einige Ziele. „Wir müssen für Wemding etwas Unverwechselbares schaffen – etwas, was die Leute nur hier bekommen“, sagte Jocher, der nach eigenen Angaben in Neuburg an der Donau das Stadtmarketing aufgebaut und dort „vieles auf die Beine gestellt“ hat. Markus Jocher stellte fest, dass es in Wemding bereits ein Einzelhandelsgutachten gibt und das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) läuft. „Jetzt ist es an der Zeit, Taten folgen zu lassen“, erklärte der City-Manager. Wemding sei „einfach eine schöne Stadt“ und „es ist schon viel da“. Daher gehe es darum, „das, was wir haben, weiterzuentwickeln und mit neuen Ideen zu spicken“.

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Konkret sprach Jocher die Wallfahrtsstätte Maria Brünnlein an. Es gelte, eine Anbindung an die Stadt zu schaffen, um die vielen Pilger auch dorthin zu locken.

Klaus Fischer, Vorsitzender des Gewerbeverbands, äußerte seine Erwartungshaltung an den City-Manager: „Wir brauchen ein Bindeglied zwischen Stadt und Gewerbeverband.“ Momentan herrsche „ein wenig Stillstand“. Das gelte es zu ändern. Es müssten mehr Menschen in die Stadt und die Geschäfte kommen und Aktionen gestartet werden. „Wir brauchen eine Aufbruchsstimmung“, so Fischer.

Bürgermeister Drexler zeigte sich überzeugt, dass Jocher „ein guter Partner des Gewerbeverbands wird“. Der Rathaus-Chef umriss die Arbeitsschwerpunkte des City-Managers (siehe „Wissenswert“). Die Maßnahme werde im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Leben findet Innenstadt“ zu 60 Prozent vom Freistaat getragen. In diesem Zusammenhang würdigte Drexler den Einsatz der Regierung von Schwaben für den Zuschuss.

Aus den Reihen der rund 40 versammelten Gewerbetreibenden war ebenfalls die Forderung nach einer „Schnittstelle“ zu hören. Eine Geschäftsfrau kritisierte, dass das Marktplatzfest bislang „an den Gewerbetreibenden etwas vorbei geht“ und regte auch eine „Einkaufsnacht“ an. Die Altstadt sei unter der Woche „leer“ mahnte ein anderes Mitglied an. Vorsitzender Fischer regte an: „Man könnte aus dem Stadtgraben was Schönes machen.“

Potenzial vorhanden

Optimismus versuchte ein Gastwirt zu verbreiten: „Was in Wemding zu finden ist, ist immer noch hervorragend.“ Es sei viel Potenzial vorhanden. Die Kräfte müssten gebündelt werden. (wwi)

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