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19. Januar 2012 12:12 Uhr

Stadtrat

Dachstuhl des Rathauses muss saniert werden

Arbeiten in Monheim sollen sieben Monate dauern. Über 700000 Euro Kosten Von Thomas Unflath

Der Dachstuhl im Monheimer Rathaus ist marode und muss saniert werden. Bürgermeister Anton Ferber zeigt eine der schadhaften Stellen.
Foto: Unflath

Monheim Ein Thema, das keinen großen Aufschub duldet, bestimmte die erste Sitzung des Monheimer Stadtrats Jahr 2012. Der marode Dachstuhl des Rathauses muss noch heuer umfassend saniert werden. Das Gremium stellte dafür die entscheidenden Weichen.

Dieter Keller vom Architekturbüro Zimmermann&Keller (Donauwörth) sowie Stefan Wolfrum vom gleichnamigen Bauunternehmen (Greding) präsentierten den aktuellen Wissensstand sowie die weiteren Vorhaben. Derzeit, so Keller, hat die statische Sicherung des Dachstuhls vorrangige Bedeutung. Da bei den geplanten Sanierungsarbeiten das Gebäude eingerüstet werden muss, würde sich auch eine Begutachtung der Fassade anbieten.

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Einvernehmen mit Landesamt für Denkmalpflege

Mit dem Landesamt für Denkmalpflege bestehe Einvernehmen über die Arbeiten, informierte Keller. Vor Beginn der Maßnahme müssten die Stuckdecken im kleinen und großen Sitzungssaal sowie im Trauzimmer von Experten begutachtet werden. Da während der Arbeiten mit Erschütterungen zu rechnen sei, „wäre es besser, wenn Sie den Sitzungssaal während der Bauphase nicht nutzen“, meinte Keller an die Räte gerichtet. Wolfrum zeigte Skizzen und Fotos, um die beschädigten Stellen deutlich zu machen. Neben Rissen und Feuchtschäden seien „zahlreiche kleine Fehler“ aufgetaucht. Während der Instandsetzungsmaßnahmen erhalte das Rathaus ein Schutzdach, um wetterunabhängig arbeiten zu können. Architekt Keller lüftete die Frage der Kosten. Insgesamt belaufen sich die Schätzungen inklusive aller Arbeiten auf rund 720000 Euro – wobei die Zimmererarbeiten mit etwas mehr als einem Drittel den größten Posten stellen.

„Der Dachstuhl ist so marode, dass man auf jeden Fall sanieren muss“, sprach Bürgermeister Anton Ferber Klartext. Das Thema sei „sehr schnell“ auf die Kommune zugekommen. „Wir haben keine andere Möglichkeit, als heute die Sanierung zu beschließen und diese zügig umzusetzen“, appellierte er an die Runde. Die Möglichkeiten etwaiger Fördergelder erläuterte Gerhard Leinfelder, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft. Man werde einen Antrag bei der Bayerischen Landesstiftung einreichen und auch auf Landkreis, Bezirk sowie Landesamt für Denkmalpflege zugehen. Im besten Fall sei mit etwa 100000 Euro zu rechnen.

Eine Diskussion entwickelte sich um die Frage, ob im Rahmen der umfangreichen Maßnahme auch die 45 Fenster des Rathauses ausgetauscht und durch moderne ersetzt werden sollen. Dabei würden Mehrkosten von etwa 60000 Euro anfallen. Ferber sah dafür „keine unbedingte Notwendigkeit“. Für Josef Steinhart (PWG) war es dagegen „keine Frage, bei einem Projekt dieser Größenordnung auch das zu schlucken“. Alfons Meier (MUM) schloss sich auch mit Blick auf einen geringeren Wärmeverlust an.

Gremium ist sich bei Abstimmung einig

Bei der Abstimmung entschieden sich die Ratsmitglieder komplett dafür, auch die Fenster auszutauschen. Norbert Meyer (SPD) erkundigte sich nach der Dauer der Bauphase. Architekt Keller: „Für die Maßnahme sind rund 30 Wochen angesetzt.“ Als „realistischer Baubeginn“ ist momentan die Woche nach den Osterfeiertagen vorgesehen. Um die zügige Umsetzung der Sanierung auch entsprechend schnell auf den Weg zu bringen, stimmte der Stadtrat den vorgestellten Plänen geschlossen zu.

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