Montag, 29. Mai 2017

28. April 2017 09:13 Uhr

Fünfstetten

Damit der Damm nicht weiter rutscht

Die Deutsche Bahn muss nahe Fünfstetten ein Teilstück stabilisieren. Das Projekt erfordert einen gewaltigen Aufwand. Strecke wird in den Pfingstferien komplett gesperrt.

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Die Bahnstrecke zwischen Donauwörth und Treuchtlingen ist exakt seit 101 Jahren in Betrieb. Der Bau zu Beginn des 20. Jahrhunderts war ein echter Kraftakt. Um die Hügel des Jura zu überwinden, mussten tiefe Einschnitte in den felsigen Untergrund gegraben werden. Um die Schienen mit möglichst geringen Höhenunterschieden durch die Landschaft zu führen, waren aber auch größere Dämme nötig. Auf einem Teilstück ist dieses Bauwerk instabil geworden. Um die Strecke zu sichern und zu sanieren, muss die Deutsche Bahn viel Geld in die Hand nehmen. Nahe Fünfstetten befindet sich derzeit eine gewaltige Baustelle, was auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr hat.

Seit Anfang April wird auf dem Abschnitt zwischen Fünfstetten und Nußbühl gearbeitet. Um die Voraussetzungen dafür in der freien Landschaft zu schaffen, waren einige Vorbereitungen notwendig. Auf der westlichen Seite entlang des Damms wurde der Feldweg zu einer Baustraße ausgebaut. An mehreren Stellen wurden an der Böschung mit Kies eigens Rampen aufgeschüttet, auf denen Bagger, Lastwagen und Baumaschinen zu den Gleisen gelangen können. Der Damm ist auf dem genannten Teilstück bis zu knapp zehn Meter hoch.

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Spezielle Technik kommt zum Einsatz

Dort bestand der Bahn zufolge Handlungsbedarf, denn 2015 gab es einen Erdrutsch. Die Stelle wurde zunächst notdürftig gesichert. Jetzt wird das Bauwerk mit einer speziellen Technik – dem Fräs-Misch-Injektionsverfahren – stabilisiert. Soll heißen: In den Untergrund wird Zement eingebracht. Um das Material an der Baustelle vorrätig zu haben, wurden mehrere Silos platziert. Von Fünfstetten her versorgt eine Schlauchleitung die Baustelle mit Wasser.

Im Zuge der Maßnahme erneuert die Deutsche Bahn auf einer Länge von etwa zwei Kilometern auch gleich das westliche Gleis. Um Schienen und Schwellen sowie anderes Material (zwischen)lagern zu können, pachtete das Unternehmen eigens ein großes Grundstück einige hundert Meter abseits der Bahnstrecke. Auch im Bereich des Fünfstettener Bahnhofs liegen Berge von Schwellen und Eisensträngen.

Die Arbeiten heuer dauern nach Auskunft der Bahn voraussichtlich bis zum 29. Juli. So lange steht bei Fünfstetten/Nußbühl nur ein Gleis zur Verfügung. Die Züge werden wechselweise an der Baustelle vorbeigeführt. Weil zwischen Donauwörth und Otting-Weilheim auch noch Brücken erneuert werden, wird die Strecke nach/von Treuchtlingen in der zweiten Woche der Pfingstferien (13. bis 19. Juni) komplett gesperrt.

Die andere, also östliche Dammhälfte nahe Fünfstetten wird laut Bahn 2019 saniert.

Insgesamt sind für das Projekt rund zwölf Millionen Euro veranschlagt.

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Ein Artikel von
Wolfgang Widemann

Donauwörther Zeitung
Ressort: Lokalnachrichten Donauwörth

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