Donnerstag, 22. Februar 2018

31. Mai 2013 00:31 Uhr

Aufführung

Die Katzen singen in der Schule

Die Musical Company vom Gymnasium Donauwörth führt zu ihrem 15. Geburtstag das anspruchsvolle Stück „Cats“ auf. Die Schüler üben über 250 Stunden im Jahr

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Wenn aus Menschen Katzen werden ... Auch die Maske muss trainiert werden.
Foto: Scarlett Finkel

Donauwörth Auf der Bühne in der Aula umarmen ein paar Mädchen einen Schüler. „Nein, so geht das nicht. Verhaltet euch mehr wie Katzen“, ruft Heidi Thum-Gabler. Der nächste Versuch lässt die Leiterin der Musical Company zufrieden nicken: Die Schülerinnen beschnuppern und schmiegen sich an den jungen Mann. Wieder ist die Gruppe ein Stück vorangekommen und damit ein bisschen näher dran am perfekten Auftritt. „Es ist das schwierigste Stück, das wir jemals geprobt haben“, erzählt Thum-Gabler. Beim Musical „Cats“ gibt es nämlich keine Szenen, in denen nur gesprochen wird, jede Rolle wird gesungen und von einer Band begleitet. Anspruchsvoll ja – aber nicht zu schwer für die talentierten Schüler. „Ich werde nicht nervös, weil ich weiß, dass sie es können. Fast jeder hier kann einen Solopart spielen“, sagt die Leiterin.

Deswegen fiel die Wahl auf „Cats“, weil es in diesem Stück ein dutzend größere Rollen gibt. Timo Burmeister spielt so eine, nämlich den Kater Munkus. „Am Anfang haben alle erst einmal geschluckt, weil das Stück sehr anspruchsvoll ist. Aber man kommt doch recht schnell rein“, findet Timo. Seine Bühnenkollegin Michelle Klose ist ebenfalls zuversichtlich, obwohl sie mit „Memories“ das bekannteste Lied aus dem Musical singen wird. „Es hat mich richtig gefreut, diese Rolle zu bekommen. Ich muss sehr hoch singen, aber meine Stimme wird hoffentlich schon halten.“

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Auch im Proberaum der Band herrscht positive Anspannung. Gitarre, Posaune, Trompete, Klarinette, Bass, Schlagzeug und jeweils zwei Klaviere, Flöten und Saxofone sorgen in 19 Liedern über zwei Stunden für die musikalische Untermalung. „Wir schaffen das, aber es wird noch sehr viel Arbeit“, sagt Bandleiter Wolfgang Gabler.

Dabei haben die 70 Mitglieder der Musical Company schon einigen Stress hinter sich. Das ganze Jahr über wird einmal pro Woche geprobt, in den Pfingstferien für fünf Tage sogar fünf Stunden am Stück. Danach folgt noch ein Wochenende, das fast nur aus Proben besteht. Im Jahr verbringt jedes Mitglied über 250 Stunden mit Üben. Sie tun das für zehn Auftritte in der Aula, um circa 5000 Zuhörer zu begeistern. Jedes Jahr aufs Neue. „Jeder zieht mit, ich muss niemanden zu den Proben bitten“, sagt Thum-Gabler.

Der Aufwand für Kostüme und Schminke ist in diesem Jahr allerdings deutlich höher. Zwei Schneiderinnen arbeiten fleißig an den Tierkostümen, für die Gesichtsbemalung gibt es für das Bühnenensemble einen Workshop. „Jeder muss sich selbst schminken, sonst wäre der Aufwand einfach zu hoch.“ Auch auf der Bühne gibt es nochmals eine Steigerung. „Wir werden ein paar akrobatische Einlagen zeigen“, verspricht Janine Zimmermann. „Es wäre langweilig, einfach das Stück zu kopieren“, ergänzt Bühnenkollegin Alexandra Müller. Eines müssen die Schüler aber immer im Kopf behalten: Auf der Bühne sind sie Katzen.

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