Von Wolfgang Widemann
Es war offenbar ein weitverzweigtes Netzwerk, das nur einen Zweck hatte: Die Insassen der Justizvollzugsanstalt (JVA) Kaisheim mit Drogen zu versorgen. Vor gut zwei Jahren flogen die Rauschgiftgeschäfte aber auf. Nachdem im Gefängnis wieder einmal „Stoff“ gefunden worden war, ermittelte die Kripo – und die Sache zog immer weitere Kreise. Am Ende standen Verfahren gegen rund 70 Personen inner- und außerhalb der JVA.
Seitdem rollt eine Lawine von Prozessen am Land- und am Amtsgericht Augsburg. An die 20 Beschuldigte, so ist aus Justizkreisen zu hören, sind mittlerweile verurteilt. Einem der mutmaßlichen Köpfe brummte das Landgericht siebeneinhalb Jahren Gefängnis auf. Andere kamen mit geringeren Haft- und Bewährungsstrafen davon. Auch das Schöffengericht in Nördlingen beschäftigte sich nun mit dem Komplex. Warum dabei strenge Sicherheitsvorschriften herrschten, lesen Sie in der Donauwörther Zeitung.