Buchdorfer Firma FrankenRaster baut im Gewerbegebiet, um Akten für Großunternehmen und Behörden aufzubewahren

Buchdorf In Unternehmen und Behörden stapeln sich die Akten. Es ist der unvermeidbare Papierkrieg, der auch in Zeiten digitalisierter Welt nicht einzudämmen ist. Einher damit gehen gesetzliche Auflagen und Vorschriften, Unterlagen und Akten für bestimmte Zeiträume aufzubewahren. „Aber wohin damit?“, fragen sich die Geschäftsleitungen großer Firmen. Die „FrankenRaster“ GmbH in Buchdorf hat dafür Lösungen – platzt nun allerdings selbst aus allen Nähten.
Die Großunternehmen und Behörden wollen Platz einsparen und Zeit gewinnen. Deshalb lagern sie ihre Akten aus, lassen sie teilweise auch digitalisieren. „FrankenRaster“ hat sich als Dienstleister auf die Digitalisierung papierbasierender Dokumente spezialisiert. „Aber wir bieten auch Lagerkapazitäten“, klärt Geschäftsführer Hans-Joachim Meinert auf.
Archiv-Service wird seit 2004 angeboten
Seit 2004 bieten die Buchdorfer einen Archiv-Service. Bei dieser Dienstleistung werden die Dokumente analog im hauseigenen, den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechenden Archiv eingelagert und bei Bedarf innerhalb von 15 Minuten digital zur Verfügung gestellt.
Jetzt ist der Platzbedarf derart angewachsen, dass neu gebaut werden muss. Im Gewerbegebiet in Buchdorf, wo die Firma seit fünf Jahren ihren Sitz hat, soll in zwei Bauabschnitten eine Lagerhalle entstehen, die im Endausbau 4900 Quadratmeter Lagerkapazitäten bieten wird. „Eine gigantische Maßnahme“, freute sich beim Spatenstich Bürgermeister Georg Vellinger. Zuvor hatte Hans-Joachim Meinert davon gesprochen, dass man knapp fünf Millionen Euro in Buchdorf investieren wolle.
Man fühle sich wohl in der Kommune, so Meinert. Es sei richtig gewesen, „sich hier anzusiedeln“, weil man jene gute Zusammenarbeit vorfinde, die man sich erhofft hatte.
Der Geschäftsführer dankte auch namens seines Kollegen Erwin Karg für die perfekte Unterstützung. Buchdorf biete alle Optionen für die Zukunft und die Erweiterungsmöglichkeiten, die nun im Gewerbegebiet an der Albert-Proeller-Straße 15 gegeben seien.
Bürgermeister Vellinger sprach beim Spatenstich im Beisein von Gemeinderäten und den Mitarbeitern der Firma von einem „Freudentag für Buchdorf“. Er freue sich, so das Gemeindeoberhaupt, über den Aufschwung von „FrankenRaster“ und die Expansionspläne. Damit werde ein weiterer Mosaikstein im Gewerbegebiet gesetzt.
Die Halle mit den Ausmaßen 60 mal 82 Meter werte das Gewerbeareal der Gemeinde weiter auf. Allein in diesem Jahr habe die Gemeinde 20 000 Quadratmeter in ihrem Gewerbegebiet veräußert. Die Erweiterung bestehender und die Ansiedlung neuer Betriebe stehe unmittelbar bevor, kündigte Georg Vellinger an.
„Jeder Spatenstich ist ein Symbol für Fortschritt und Innovation“, sagte Landrat Stefan Rößle. Er beglückwünschte die Mitarbeiter und die Geschäftsleitung zu ihrem Erfolg, aber auch die Gemeinde Buchdorf, die nach Ansicht des Landkreis-Chefs „floriert und gedeiht und dabei eine regelrechte Sogwirkung entwickelt“. Das spreche für eine weitblickende Ansiedlungspolitik. Der Firma „FrankenRaster“ sei es ganz offensichtlich gelungen, sich als verlässlicher Partner namhafter Firmen wie auch Behörden zu etablieren.
Architekt Karl-Heinz Pfefferer (Wemding) sprach von einer „zügigen Umsetzung“ des Vorhabens. Die Verwirklichung des ersten Bauabschnittes der Halle in Stahlbeton-Skelettbauweise werde voraussichtlich ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Den umbauten Raum bezifferte er auf 50 700 Kubikmeter.
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