Montag, 23. Oktober 2017

14. Dezember 2011 23:00 Uhr

Kooperation

Ein Reservoir für künftige Fachkräfte

In der JVA Niederschönenfeld klappt die Zusammenarbeit mit den Berufsschulen, den Kammern und der Agentur für Arbeit gut

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Niederschönenfeld Eine stille Reserve an Fachkräften bilden Justizvollzugsanstalten (JVA) wie etwa die in Niederschönenfeld aus: Junge männliche erwachsene Gefangene, alle erstmals inhaftiert, die ihre Haftzeit sinnvoll für eine Berufsausbildung nutzen können.

Die Berufsausbildung in der JVA bringt mehrere Vorteile mit sich, wie Anstaltsleiter Peter Landauer sagt: „Die Gesellschaft wird belohnt durch die Resozialisierung von Gefangenen, die Wirtschaft durch junge Fachkräfte und der junge Gefangene durch die Chance, mithilfe einer Berufsausbildung wieder auf den rechten Weg zu kommen.“

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Berufsausbildung wird seit Jahrzehnten in Niederschönenfeld als wichtiges Resozialisierungsmittel angesehen. Hier werden Bäcker, Drucker, Elektroniker, Friseure, Gebäudereiniger, Köche, Maler, Maurer, Metallbauer und Schreiner ausgebildet. Auf über 50 Ausbildungsplätzen erreichen pro Jahr zwischen 20 und 30 Gefangene ihren beruflichen Bildungsabschluss.

„Es müssen verschiedene Stellen harmonisch zusammenwirken, damit eine Ausbildung funktioniert“, sagt Landauer: Berufsschulen, die Kammern, die Agentur für Arbeit sowie die Leitung und mehrere Fachreferate der JVA. Damit auch weiterhin diese Ausbildung klappt, trafen sich in der JVA Niederschönenfeld der Leiter des Geschäftsbereichs Bildung der Handwerkskammer für Schwaben, Markus Bottlang, und die Leiter der Berufsschulen Winfried Schiffelholz (Donauwörth), Christian Schmidt (Nördlingen) und Jens Schmitt (Höchstadt).

Die JVA wurde vertreten durch den Anstaltsleiter Peter Landauer. Auch der Bildungsreferent der JVA, Stefan Fischer, nahm an der Veranstaltung teil.

Landauer führte alle durch die Ausbildungsbetriebe und durch die Schulabteilung der Anstalt. Er dankte den Leitern der Berufsschulen für die Entsendung von Lehrern, die den Auszubildenden das notwendige theoretische Fachwissen beibringen. Auch bereits pensionierte Lehrer beteiligen sich noch aktiv an der Unterrichtung der Gefangenen.

Sehr erfreuliche Prüfungsergebnisse

Ein besonderer Dank galt Markus Bottlang von der Handwerkskammer und den Prüfungsausschüssen zahlreicher Handwerksinnungen für die Prüfungsabwicklungen, für die Ausbildungsregelungen und dafür, dass aus Sicherheitsgründen die Prüfungen innerhalb der Gefängnismauern abgenommen werden. Die Erfahrung zeige, dass die Prüfungsergebnisse der Gefangenen sehr erfolgreich sind. Eine besondere Anerkennung galt auch den ausbildenden Handwerksmeistern der JVA Niederschönenfeld für ihren Einsatz bei der praktischen Berufsausbildung.

Mit dem zusätzlichen Ehrenamtsprojekt „Jobscout“ werden seit zwei Jahren die Gefangenen mit Berufsausbildung durch ehrenamtliche Arbeitsbetreuer direkt in den Arbeitsmarkt vermittelt und nach der Haftzeit sechs Monate betreut. (dz)

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