Donauwörth (wwi) - Er ist seit vier Jahrzehnten auf den Bühnen dieser Welt zu Hause, hat mit den Bands Spencer Davis Group, Traffic und Blind Faith sowie als Solokünstler reihenweise Hits geschrieben. Auch mit 61 Jahren ist Steve Winwood noch nicht müde. Bestens gelaunt gab der Weltstar gestern Abend ein knapp zweistündiges Konzert im Donauwörther Heilig-Kreuz-Garten.



Von den 60ern bis heute
Eine krachende Show erlebten die schätzungsweise 6000 bis 7000 Zuhörer nicht. Vielmehr bot Winwood mit seiner vierköpfigen Band zum Auftakt der Radltour des Bayerischen Rundfunks ein entspanntes, teilweise schon jazziges Programm mit einer Mischung aus Songs von den 60er Jahren bis zum neuen Album "Nine Lives".
Direkt vor der Bühne versammelte sich nur knapp die Hälfte der Besucher. Der Rest feierte im rückwärtigen Bereich eine große Party und ließ sich von der Musik berieseln.
Vor dem Auftritt war der Sänger der Einladung von Oberbürgermeister Armin Neudert ins Rathaus gefolgt und trug sich dort in das Goldene Buch der Stadt ein. Bei einem Glas Sekt plauderte der gebürtige Engländer über seine aktuelle Tour, die seit Mai läuft. Zwischenzeitlich habe er mit seinem alten Gefährten Eric Clapton in den USA eine Reihe von Konzerten gespielt.
Donauwörth war nun die drittletzte Station der "Nine-Lives"-Tour in Europa. Am Donnerstag gastierte Winwood noch in Bilbao in Spanien. Gestern wurde er über die völlig verstopfte Autobahn nach Donauwörth chauffiert ("erstaunlich viel Verkehr"), wo er erst gegen 19.30 Uhr ankam.
Jeder Ort hat seinen eigenen Charakter
Trotz des Reisestresses genießt Steve Winwood seine Tour: "Ich liebe die europäische Kultur. Jeder Ort hat seinen eigenen Charakter." Der Musiker reiste gleich heute Morgen weiter nach England. In den nächsten Monaten will es Winwood erst einmal etwas ruhiger angehen lassen, Chorstücke komponieren und sich dem musikalischen Nachwuchs widmen: "Ich liebe es, Kinder zu unterrichten." Er lehrt Stücke schreiben, Singen und Gitarre.
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