Großer Publikumsandrang beim Musikverein Kaisheim

Kaisheim Erstmals spielten sie nicht im Kaisersaal: Das Frühjahrskonzert des Musikvereins Kaisheim hat heuer in der Turnhalle stattgefunden, da der Kaisersaal für die vielen Gäste platzmäßig nicht mehr ausgereicht hat.
Die Musiker der Jugendkapelle eröffneten das Konzert mit „Te Deum Prelude“, besser bekannt als Eurovisionsmelodie. Zwei charmante Musikerinnen ergriffen zu Beginn das Wort. Katharina Mieling und Jana Besold führten die Besucher gekonnt durch das Programm der Jugend- und Stammkapelle.
Moderne Stücke und traditionelle Musik
Sie kündigten den Titel „Five Continents“ an, der die Zuhörer musikalisch durch die fünf Kontinente führte. Anschließend folgte „Fantasy on a Canadian folksong“. Das Solostück für Querflöte „Sunset Serenade“ wurde mit viel Gefühl von den sechs Solistinnen gespielt.
Ungewöhnliche, aber typische afrikanische Akkorde und Melodieverläufe gaben „Kenya Contrasts“ eine besondere Note. Anschließend folgte der Titel „Appalachia“. Rockig endete der erste Teil mit dem Stück „Nurock“. Das Publikum war begeistert und zeigte dies den Jugendlichen mit tosendem Applaus.
Eröffnet wurde der zweite Teil mit dem Einmarsch der Trommelkinder, die den Zuhörern ihr Können vor der Bühne zeigten. Daraufhin marschierten die Kleinen durch die Halle und die Stammkapelle begann leise den „Marsch des York’schen Korps“ zu spielen. Als die Trommler wieder an der Bühne ankamen, startete der Marsch in voller Lautstärke – die Trommler unterstützten das Stück mit dem Marschschlag.
Im Programm ging es mit „The New Village“ weiter – einem Stück, das die Geschichte des Dorfes Nierop in der Provinz Nordholland von seiner Entstehung bis heute musikalisch nachgezeichnet hat. „Mystik“, ein Solostück für Saxofon wurde von Verena Besold am Sopransaxofon und von Ralf Becker am Altsaxofon mit Bravour vorgetragen.
Die Zuhörer wurden zudem mit „ABBA in Concert“ zu einem Revival der heißen 70er und 80er Disco-Jahre eingeladen. Der Hit „One Moment in Time“ war nach dem Tod von Whitney Houston kurzfristig noch mit ins Konzertprogramm aufgenommen worden, eine Hommage an die große amerikanische Sängerin.
Ein Tag im Schwarzwald beginnt mit Nebel, der sich langsam lichtet – es ging weiter zu einer großen musikalischen Wanderung, zu einem Kloster – und es endete mit einem Besuch auf dem Rossfest. Zumindest durfte dies das Publikum beim Zuhören des Stückes „Silva Nigra“ so erleben. Nach den vielen modernen Liedern kamen nun die Freunde der traditionellen Blasmusik mit dem Walzer „Lebensfreude pur“ von Kurt Gäble und der Polka „Ein Egerländer Traum“ von Alexander Pfluger voll und ganz auf ihre Kosten.
Stadionstimmung in der Turnhalle
Abschließend sorgte der letzte Titel des Programms „Football’s coming home“ für Stadionstimmung. Für die Zugabe marschierten die Trommelkinder erneut ein und unterstützten die Stammkapelle beim „Bayrischen Präsentiermarsch“ mit dem Marschschlag.
Der Applaus wollte nicht enden und es wurde der Eröffnungstitel „Marsch des York’schen Korps“ erneut vorgetragen, ehe der Konzertabend mit der Bayernhymne zu Ende ging. (pm)
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