Geplantes Projekt sorgt in Wemding für Diskussion

Wemding Der Plan eines Unternehmens, direkt nördlich der Wemdinger Altstadt am Johannisgraben eine vierstöckige Wohnanlage zu bauen, sorgt für Diskussionen. Der Grundstücks-, Bau- und Werksausschuss des Stadtrats verweigerte einem entsprechenden Bauantrag einstimmig sein Einvernehmen. Ein Großteil der Nachbarn lehnt das Gebäude strikt ab, da es nach ihrer Ansicht völlig überdimensioniert wäre. Die Entscheidung, ob das Vorhaben verwirklicht werden kann, liegt nun beim Landratsamt.
Momentan steht am Johannisgraben 1 ein altes landwirtschaftliches Anwesen. Am Hang darüber breitet sich ein Wohngebiet aus. Die Wohnanlage hätte den vorliegenden Plänen der Baufirma zufolge zehn Einheiten, wäre 26 Meter lang, 18 Meter breit (plus Treppenhaus) und 13,30 Meter hoch. Der Komplex hätte eine Tiefgarage mit zehn Stellplätzen.
Auch Denkmalpflege will nicht mitziehen
Ein solches Gebäude würde sich nach Ansicht der Stadtverwaltung „nicht in die Eigenart der Umgebung einfügen“, wie Bürgermeister Dr. Martin Drexler anmerkte. Auch das Landesamt für Denkmalpflege habe vorab signalisiert, dass es eine solche Wohnanlage an dieser Stelle nicht mittragen könne.
Die Anwohner erklären in einem Schreiben an die Kommune, das Bauwerk würde sich überhaupt nicht ins Ortsbild einfügen. Das Erscheinungsbild der Wemdinger Altstadt sei über Jahrhunderte gleich geblieben. Durch den vierstöckigen Komplex wäre das Umfeld des Amerbacher Tors betroffen. „Wir betrachten dies als erhebliche Störung des denkmalgeschützten Bereichs“, monieren die Bürger. Sie kündigen an, den Bau mit allen rechtlichen Mitteln verhindern zu wollen.
Bürgermeister Drexler verwies darauf, dass das Landratsamt in Donauwörth die zuständige Baugenehmigungsbehörde ist. (wwi)
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