Die Autofahrer in der Region sind auch ein Jahr nach der Einführung des Kraftstoffs noch skeptisch Von Thomas Hilgendorf



Von Thomas Hilgendorf
Donauwörth Deniz Yaz greift an der Tankstelle in der Nürnberger Straße sofort zu „Super 95“. Eine andere Benzinsorte lässt er nicht in den Tank seines dunkelblauen BMW. Der junge Donauwörther ist sich „einfach nicht so sicher“ mit dem vor einem Jahr eingeführten umstrittenen Kraftstoff „E10“. Da geht es ihm wie vielen anderen. Der mit zehn Prozent Bioethanol versetzte Sprit stößt noch immer auf breite Skepsis bei den Autofahrern.
Gisela Girstenbrei ist Pächterin der OMV-Tankstelle an der Nürnberger Straße in Donauwörth. Auf niedrigem Niveau habe sich der Kraftstoff etabliert: Girstenbrei verkauft 20 Prozent E10 – gegenüber jenen 80 Prozent des alten Super 95. Vor einem Jahr war der Benzinabsatz an der Tankstelle der Familie Jungwirth in Harburg durch E10 um neun Prozent eingebrochen. 70000 Liter Super hatte Markus Jungwirth im Februar 2011 verkauft – und nur 35000 Liter E10. Die aktuelle Monatsbilanz: 168000 Liter Super gegenüber 45600 Liter E10.
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