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Gemeinderat: Großes Interesse an Windrädern

Gemeinderat

Großes Interesse an Windrädern

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    Windräder könnten sich auch bei Wolferstadt drehen. Es gibt eine Reihe von Interessenten, die gerne eine solche Anlage bauen würden.
    Windräder könnten sich auch bei Wolferstadt drehen. Es gibt eine Reihe von Interessenten, die gerne eine solche Anlage bauen würden. Foto: Foto: dpa

    Wolferstadt Die Windkraft elektrisiert offenbar die Wolferstädter. Das ohnehin schon rege Interesse am Bau großer Windräder hat nach Auskunft von Bürgermeister Xaver Schnierle jetzt noch zugenommen. In der Kommune gebe es inzwischen acht Interessengemeinschaften beziehungsweise Personen, die an verschiedenen Stellen gerne eine solche Anlage bauen würden. Dies habe sich in der Sitzung des Gemeinderats herauskristallisiert. Eine Entscheidung, für welche Flächen die Gemeinde eine Ausweisung als Vorranggebiet beantragt, soll in den nächsten Wochen fallen, kündigt Schnierle an.

    Bislang sind – wie berichtet – Windräder in Wolferstadt inklusive Ortsteile tabu. Im geltenden Regionalplan ist kein Bereich für eine solche Nutzung vorgesehen. Im Zuge der Energiewende soll sich das aber ändern. Bereits im vergangenen Herbst tat Schnierle kund, er und die Gemeinderäte stünden dem Thema Windkraft aufgeschlossen gegenüber. Bereits damals gab es mehrere Initiativen – beispielsweise in Zwerchstraß und in Waldstetten. Die Bayerische Staatsforsten könnte sich im Staatswald am Uhlberg ein Windrad vorstellen.

    Ausgewählte Bereiche

    Nun meldeten sich weitere Interessenten zu Wort. Dies veranlasste den Gemeinderat, eine Entscheidung zu vertagen und bis 13. Februar eine Frist zu setzen. Bis dahin können sich die Grundstückseigentümer offiziell bei der Kommune melden. Die Räte würden dann voraussichtlich in der nächsten öffentlichen Sitzung zwischen allen gewünschten Projekten abwägen, mögliche Flächen festlegen und damit eine Richtung vorgeben. „Wir können nicht zehn Standorte nehmen“, stellt der Bürgermeister schon jetzt klar. Es könnten nur einige ausgewählte Bereiche bis Ende April dem Regionalen Planungsverband beziehungsweise der Regierung von Schwaben vorgeschlagen werden.

    Innerhalb der Sperrzone

    Bis dahin seien aber noch viele Dinge zu klären, betont Schnierle. So sei man derzeit mit der Tatsache konfrontiert, dass ein Großteil des Gemeindegebiets innerhalb der bislang geltenden Windkraft-Sperrzone des Landkreises rund um das Ries liege. „Es kann nicht sein, dass hier das Ries bis in den Jura hineinreicht“, meint Schnierle. Zu klären sei auch, welchen Mindestabstand die Windräder zu Wohnsiedlungen haben sollten. Nach Ansicht des Bürgermeisters sollten es auf jeden Fall 1000 Meter sein. Was man nicht wolle, sei eine Situation wie im Marxheimer Ortsteil Burgmannshofen. Dort prozessieren Bewohner bekanntlich gegen das Windrad, das im angrenzenden Landkreis Neuburg-Schrobenhausen steht.

    In der Wolferstädter Gegend werden offensichtlich einem Vorranggebiet im Waldstück „Vorachbuck“ etwa 1,2 Kilometer von Rothenberg entfernt recht gute Chancen eingeräumt. Die Forstabteilung gehört der Hospitalstiftung Wemding. Sobald der Gemeinderat die am besten geeigneten Flächen festgelegt hat, sollen Xaver Schnierle zufolge die Bewohner der Kommune in einer Bürgerversammlung über den Verfahrensstand informiert werden und die Gelegenheit erhalten, über die möglichen Vorhaben zu diskutieren. (wwi)

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