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27. Juni 2008 20:35 Uhr

Grünes Licht für Steinbrucherweiterung

Harburg (bs) - Der Harburger Stadtrat hat der Firma Märker grünes Licht für die Erweiterung ihres Kalksteinabbaus am "Bräunlesberg" gegeben. Das Unternehmen benötige eine weitere Fläche von 9,5 Hektar, um das Kalkwerk auch in den kommenden Jahren betreiben zu können, sagte Märker-Betriebsleiter Dr. Stefan Puntke vor dem Gremium.

Hauptgrund für die beantragte Ausweitung sei, dass die Kapazitäten des derzeitigen Steinbruches (Größe rund 13 Hektar) im Laufe der Zeit zur Neige gingen. Dr. Punkte betonte weiter, mit einer Erweiterung des bestehenden Bruches könnte für die nächsten 17 bis 20 Jahren Kalk abgebaut werden und somit die benötigten Kapazitäten für das Kalkwerk zur Verfügung stehen. Gewährleistet seien auch weiterhin Lärmschutz und die Sicherheit vor Erschütterungen durch die notwendigen Sprengungen. Punkte zusammenfassend: "Es wird keine Verschlechterung der augenblicklichen Situation eintreten".

Engpässe bei Altreifen

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In einem weiteren Antrag hat Märker um die Genehmigung gebeten, künftig neben Altreifen auch Bitumen-Dachpappe als Energieträger für die Zementherstellung verwenden zu dürfen. Das Unternehmen will Dr. Puntke zufolge nicht allein auf Altreifen setzen, da es hin und wieder zu Kapazitätsengpässen komme, weil Altreifen nicht immer regelmäßig und in ausreichender Zahl zur Verfügung stünden. Auch mit der Verbrennung von Dachpappe blieben die Immissionen im Vergleich zur gegenwärtigen Situation unverändert, sicherte der Märker-Vertreter zu. Auch diesem Ansinnen stimmte das Stadtratsgremium ohne Gegenstimmen zu.

Ausführlich beschäftigten sich die Rätinnen und Räte mit der geplanten Ausweisung eines neuen Parkplatzes "Am Gries" an der Donauwörther Straße, um die allgemeine Parksituation in der Stadt weiter zu verbessern. Ein Vertreter der Firma HPC erläuterte erste Planungen für den Platz, auf dem 30 Stellplätze ausgewiesen werden sollen. Zu berücksichtigen seien bei der Konzipierung das historische Ortsbild rund um das Grundstück, Sichtbeziehungen zur vorbeifließenden Wörnitz und die Interessen der Anlieger.

Zum letzten Punkt will Bürgermeister Wolfgang Kilian ein Treffen arrangieren, bei dem den Anwohnern die Planungen vorgestellt würden und diese ihre Meinung äußern können. Von der vorbeiführenden Donauwörther Straße soll der Parkplatz mit einer entsprechend gestalteten Mauer aus Kalkstein abgegrenzt werden. Kilian hofft, das Vorhaben noch in diesem Jahr zu realisieren. Er könne sich einen Baubeginn Ende September durchaus vorstellen. Parkgebühren würden nicht erhoben. Weitere Detailfragen will der Bürgermeister zusammen mit dem Planungsbüro im Bauausschuss des Stadtrates erörtern.

Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung beinhalteten Bebauungspläne in den Stadtteilen Mauren und Mündling, die von Stadtbaumeister Schindler ausführlich erläutert wurden und letztlich im Gremium Zustimmung fanden.

Ohne Gegenstimmen passierte auch der Erlass eines kommunalen Förderprogrammes den Stadtrat. Dieses Programm soll die Grundlage für die finanzielle Förderung von Fassadensanierungen in der Stadt bilden. Ziel ist hauptsächlich die langfristige Aufwertung des gesamten Stadtbildes durch die Beseitigung städtebaulicher und gestalterischer Missstände. Die pauschalen Zuschüsse aus dem Programm werden zehn bis 20 Prozent der nachgewiesenen Kosten betragen. Die maximale Förderhöhe liegt bei 30 Prozent.

Mitglieder des Bildungswerks

Ohne Probleme ging auch die Benennung der Kuratoriumsmitglieder für das Harburger Bildungswerk (Volkshochschule) über die Bühne. Folgende Personen wurden benannt: Bürgermeister Wolfgang Kilian, Doris Thürheimer (Leiterin), Hans-Georg Trüdinger, Claudia Müller (Kulturreferentin), Elisabeth Trüdinger (CSU/Junge Bürger), Elfriede Hlawon-Schmid (SPD), Johann Wagner (PWG/Freie Wähler), Dorit Bauer (Ebermergen), Walter Oberländer (Brünsee-Marbach), Walter Wiedenmann (Mauren), Eva-Maria Wenninger (Mündling), Doris Perlich (Ronheim), Joachim Stoller (Hoppingen), Siegfried Faul (Großsorheim), Bärbel Scheuffelhut (Heroldingen) und Angelina Hafner (Fürstliche Burgverwaltung).

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