Bestehender Kindergarten soll mit einem Kostenaufwand von rund 1,5 Millionen Euro aufgestockt werden. Als Baubeginn wird das Frühjahr 2012 genannt

Buchdorf Jetzt ist es endgültig: Der Kindergarten Sankt Ulrich in Buchdorf wird erweitert. Das entschied der Gemeinderat gegen die Stimme von Günther Otto (PWG) mit großer Mehrheit bei seiner jüngsten Sitzung. Zuvor hatte Architekt Wolfgang Obel (Donauwörth) die beiden zur Diskussion stehenden Planungsvarianten erläutert. Letztlich fiel die Entscheidung zugunsten der auch vom Planer favorisierten Aufstockung. Mehrmals schon hatte sich das Gremium mit dem Thema beschäftigt, zuletzt vor zwei Wochen. Hintergrund für die Erweiterung sei der ständig steigende Bedarf, erläuterte Bürgermeister Georg Vellinger. Nur mit einer Ausnahmegenehmigung könnte der Kindergarten, der zuletzt 2005 erweitert worden war, im neuen Schuljahr betrieben werden. Die Zahl der Anmeldungen habe alle Vorgaben gesprengt. 88 Plätze seien nun genehmigt worden. Im Kindergarten werden auch Kleinkinder unter drei Jahren betreut, ebenso gibt es neben zwei Regelgruppen eine Schulkindbetreuung.
Mehrere Vorentwürfe
Das Architekturbüro Obel und Partner hatte mehrere Vorentwürfe erarbeitet. Letztlich entschied sich der Rat für eine Aufstockung, die rund 1,5 Millionen Euro kosten wird. Eine Erweiterung, so Vellinger, wäre teurer gewesen. Ausschlaggebend sei die räumliche Situation des Grundstücks gewesen. Der Planer legte dar, dass es aus statischen Gesichtspunkten wohl keine Probleme geben werde.
Vellinger zeigte sich erfreut, könne man nun doch noch die Fördermöglichkeiten nutzen, die nur noch bis 2013 gegeben seien. Er rechne mit Zuschüssen von rund einer halben Million Euro. In jedem Fall würden zwei Krippen-Gruppen, zwei Regelgruppen und eine Schulgruppe Platz im Kindergarten finden. Während der Bauphase wird der Kindergarten voraussichtlich in Container ausgelagert.
Sobald der Zuschussantrag positiv beschieden sei, so Vellinger, werde man das Projekt ausschreiben. Das sei eine Winteraufgabe. Er hofft, dass bis zum zeitigen Frühjahr alle Regularien geschaffen seien, „um dann so früh wie möglich mit den Bauarbeiten beginnen zu können“. Das ehrgeizige Ziel sei es, den „neuen“ Kindergarten im Herbst 2012 beziehen zu können.
Mehrfach hatte der Bürgermeister betont, dass es darum gehe, „als Kommune attraktiv zu bleiben“. Es sei nicht damit getan, Arbeits- und Bauplätze zu schaffen, sondern auch eine gute Infrastruktur bei der Kinderbetreuung und Familienfreundlichkeit im Auge zu haben. Er sei froh, dass auch die große Mehrheit des Gemeinderats dies so sehe. Die Entscheidung für die Erweiterung des Kindergartens sei jedenfalls ein Schritt in die Zukunft. (bih)
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: