Dehner rudert nach Protesten zurück
Rain Die massive Kritik vonseiten der Gewerkschaft und der Kirche in der Diskussion um verkaufsoffene Sonntage in Rain scheint Wirkung gezeigt zu haben. Wie die Firma Dehner gestern Nachmittag mitteilte, soll auf weitere Sonntagsöffnungen verzichtet werden.
Noch in der vergangenen Woche war die Geschäftsführung beim Betriebsrat vorstellig geworden und hatte andere Pläne präsentiert. Das Unternehmen hätte alle möglichen Sonntage ausschöpfen wollen, sagt Gerhard Feda, Betriebsratsvorsitzender der Dehner-Zentrale in Rain. Die Vertretung der Beschäftigten hat ihre Zustimmung zu diesem Vorhaben der Geschäftsführung verweigert. „Wenn man schon an drei von vier Samstagen arbeiten muss, wie es im Handel nicht unüblich ist, braucht man wenigstens den Sonntag als arbeitsfrei. Alles andere ist besonders für Familien, deren Kinder und für Kirche und Vereine höchst problematisch“, so Feda. Die Kritik blieb scheinbar nicht ungehört: Die Dehner-Geschäftsführung akzeptiere das Votum des Betriebsrats, heißt es in einer Pressemitteilung der Firma. Dehner bedauere jedoch die Entscheidung, weil damit die Chance auf eine weitere Stärkung des Blumenparks als Erlebniszentrum in der Region nicht genutzt werden kann.
Wie berichtet, dürfen nach einem Stadtratsbeschluss bestimmte Geschäfte in Rain an bis zu 40 Sonntagen im Jahr öffnen. Davon hätte in besonderem Maße die Firma Dehner Gebrauch machen können. Siehe auch »Wirtschaft Seite 8 (mwe)
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