Oberndorf (chw) - "Lehnen Sie sich zurück, schließen Sie die Augen und genießen Sie noch einmal die besinnliche, ruhige Atmosphäre des Weihnachtstages", so begrüßte Günter Stempfle, Vorstand der Volksbühne Oberndorf, die zahlreichen Besucher und stimmte voller Ironie auf das turbulente Lustspiel "Eine schöne Bescherung" von Monika Hirschle ein.

Wie in einem Spiegelbild konnten die Zuschauer in vielen Details sich selber erkennen, erlebten das Chaos in der üblichen Vorweihnachtshektik, lachten und schmunzelten schadenfroh über die Missgeschicke der Darsteller und erlebten die süßliche, aufgesetzte Harmonie am Weihnachtsabend.
Gelungene Auflockerung
Mit einem brillanten Mimenspiel, gut herausgespielter Situationskomik und gespickt mit viel slapstickartigen Szenen überzeugten die Spieler der Volksbühne und wurden mit lautem Beifall belohnt. Geschickt wurde der Bogen zwischen der Realität und dem Bühnenstück geschaffen und ein freiwilliges "Opfer" aus dem Publikum als Überbringer des Handys oder zum Halten des Christbaums ("Stammhalter") auf die Bühne geholt. Eine gelungene Auflockerung erfuhr der lustige Vierakter durch die spöttelnde Gesangseinlage über das "Fest der Freude" zwischen Völlerei und überflüssigen Geschenken (gesungen und getextet von Anni Huber). Die Mitwirkenden: Hausfrau und Mutter Irmgard Eisgruber (gespielt von Stefanie Mayr), ihr geiziger Ehemann Reinhold (Stefan Mayer), der verwöhnte und vorlaute Stammhalter Klaus-Dieter (Johannes Wontka), die schrullige Oma Klothilde (Elisabeth Hluchy), die verzweifelte Tochter Angelika (Marina Mareis) und ihr Ehemann Eberhard (Andreas Schäfstoß), die neugierige Nachbarin Frau Mauschler (Anni Huber), der charmante, italienische Monteur Luigi (Armin Wontka). Und bis alles sich zu einem friedlichen Happy End entwickelt, sorgen noch einige Turbulenzen für amüsante Überraschungen.
Zwei Bühnenneulinge
Zum Abschluss forderte Günter Stempfle einen besonderen Applaus für den Mitspieler aus dem Publikum, Stefan Blankenburg sowie für Anni Huber für die gelungene Gesangseinlage und für zwei Bühnenneulinge, die ihr Debüt auf der Bühne und in einem Dreiakter gaben: Elisabeth Hluchy und Johannes Wontka. Zum Erfolg des heiteren Lustspiels waren auch die zahlreichen Akteure hinter der Bühne verantwortlich: Das bewährte Regieteam (Armin Wontka, Gabi Gugg), für das ausgezeichnete Bühnenbild (Anneliese Mayer) und der Bühnenbau (Hermann Rößler mit Team), Tonanlage (Peter Schmid, Willi Huber), Beleuchtung (Christian Braunwarth, Manuel Hurler, Holger Rößler), Requisiten (Petra Gierl und Conny Hurler mit Team), Souffleusen (Gabi Gugg, Anita Stempfle), Maske (Doris Lang, Angelika Hieger) und den Pausenverkauf (Katrin Stempfle mit Team).
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