Freitag, 24. Mai 2013

02. April 2012 13:00 Uhr

Energiewende

Mehrere Windkraftflächen in der Auswahl

Stadtrat Harburg befasst sich erneut mit möglichen Vorranggebieten Von Helmut Bissinger

Harburg Das Thema war nicht neu. Zum dritten Mal beschäftigte sich damit der Harburger Stadtrat, aber noch nicht zum letzten Mal. Zuvor schon war es heiß diskutiert worden: das Thema Windkraft. „Wo können Sie sich Windräder vorstellen?“, hatte die Verwaltung die Bürger befragt (wir berichteten). Jetzt kristallisierte sich heraus: Windräder sind möglicherweise an fünf Standorten im Harburger Umland denkbar.

Die Harburger Stadträte haben schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sie immer mehr zu Experten in Sachen Windkraft werden. Gezwungenermaßen könnte man sagen, denn der für das Themengebiet zuständige Regionale Planungsverband Augsburg will bis 1. Mai von den Kommunen wissen, wo man sich im Zuge der Energiewende Windräder in der Region vorstellen kann. Entscheidend ist natürlich die „Windmenge“.

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Der Stadtrat will es sich offenbar nicht leicht machen. Nun stellte Bürgermeister Wolfgang Kilian fünf mögliche Standorte vor, die teilweise aber in Schutzgebieten liegen, wie sich nach einer entsprechenden Rückfrage von Helmut Lanzer herausstellte. Ob die Anhöhe auf dem Bock in Richtung Eisbrunn für den Betrieb von Windrädern geeignet sei, scheint weiter unklar.

Auch wenn die Kommune ihre Standorte festgelegt hat, ist noch lange nichts sicher. Dann ist der Planungsverband am Zuge, und nach welchen Kriterien dieser urteilt, konnte auch Bürgermeister Wolfgang Kilian nicht beantworten. Fest steht, dass zu bestehenden Siedlungen ein Mindestabstand von 800 Metern vorhanden sein muss. Der Stadtrat in Harburg hatte sich jedoch schon vorher mehrheitlich und fraktionsübergreifend auf 1000 Meter geeinigt. Das wäre bei allen vom Gremium ins Auge gefassten Flächen gewährleistet.

Fünf Areale mit Abstand von mindestens 1000 Metern

Die möglichen Flächen am Bock, am Höhenberg nahe dem Ortsteil Mündling, nahe Mauren an der Straße nach Oppertshofen sowie am Ellerbach und im Staatswald könnten geeignet sein – zumindest was die Entfernung zur nächsten Wohnbebauung betrifft. „Beim nächsten Mal müssen wir entscheiden“, forderte Bürgermeister Kilian. Die SPD-Fraktion hatte um eine nochmalige Aufschiebung gebeten.

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