Die erste Säule des Helikopter-Technologie-Parks (HTP) in Donauwörth steht seit August mit der Inbetriebnahme des Logistikzentrums der Firma Fiege. Auf dem früheren Gubi-Areal geht es seitdem mit Riesenschritten vorwärts.


Donauwörth (wwi) - Die erste Säule des Helikopter-Technologie-Parks (HTP) in Donauwörth steht seit August mit der Inbetriebnahme des Logistikzentrums der Firma Fiege. Auf dem früheren Gubi-Areal geht es seitdem mit Riesenschritten vorwärts, um das Gesamtprojekt zu vollenden.
Im September bezogen Eurocopter-Beschäftigte ein nagelneues Bürogebäude und die Bauarbeiten für die zweite Säule des HTP laufen bereits auf Hochtouren: Im Sommer 2008 soll ein Kooperationszentrum fertig sein, in dem sich Zulieferer und Service-Firmen des Hubschrauber- und Flugzeugteile-Herstellers ansiedeln.
"Strategische Partner" nennt Dr. Wolfgang Schoder, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eurocopter Deutschland, diese Unternehmen. Die enge Anbindung dieser Firmen werde Vorteile für beide Seiten bringen, so Schoder: "Gerade durch die räumliche Nähe zu Eurocopter versprechen wir uns eine Verbesserung der Zusammenarbeit und sehen die Möglichkeit, unsere Lieferanten bereits in einem frühen Stadium projektbezogen in unsere Teams integrieren zu können." Innovative Lösungen könnten nur zusammen mit den Lieferanten erzeugt werden.
Es gehe nicht darum, deren zu reduzieren, "sondern vielmehr das Management der derzeitigen Struktur zu überprüfen und anzupassen". Die Firmen in dem Kooperationszentrum sollen mit dem benachbarten Eurocopter-Werk voll vernetzt werden.
Das Gebäude, in dem die "strategischen Partner" untergebracht werden, umfasst vier Stockwerke. Über 4000 Quadratmeter Bürofläche werden sich darin befinden, rund 115 Parkplätze soll es im Umfeld des Bauwerks geben. Wie der zuständige Projektkoordinator Dr. Jörg Bergbauer erklärte, seien inklusive möglicher Erweiterungen bereits 90 Prozent der Flächen vergeben - und zwar an bisher 23 Firmen.
Ein großer Teil davon ist in der Entwicklung von Teilen und Modulen für Hubschrauber und Flugzeuge tätig. Allein in diesem Feld sollen ab Juli 2008 rund 200 Personen in dem Gebäude arbeiten. Software-Entwicklung, Reparatur und Service, Fertigung und Montage sowie Bauteilversorgung der Linien sind weitere Bereiche.
Die Firma Aerolite Max Bucher AG beispielsweise hat 250 Quadratmeter angemietet. Das Unternehmen hat sich laut Eurocopter-Pressesprecher Christopher Bach auf die Ausrüstung von Rettungs- und VIP-Hubschraubern spezialisiert.
Die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, die in der Erneuerung der CH-53-Helikopter eine wichtige Rolle spielt, werde bis zu 30 Leute im Technologie-Zentrum beschäftigen.
Ebenfalls niederlassen wollen sich in dem Zentrum die Telekom mit ihrer Tochterfirma T-Systems und die TUJA Zeitarbeit GmbH. Auch die in Donauwörth ansässige Druckerei Schätzl wird Bach zufolge in dem Gebäude präsent sein.
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