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09. Mai 2009 05:26 Uhr

Minister: Genfreies Bayern ist bald wieder Vergangenheit

Donauwörth (frru) - Der FDP-Kreisvorsitzende Phillip Breitenfeld, sprach von einem großen Tag für die Liberalen im Landkreis Donau-Ries. "Kunst, Forschung und Wissenschaft in Krisenzeiten" - unter diesem Leitgedanken stand der Vortrag des bayerischen Staatsministers Dr. Wolfgang Heubisch im "Posthotel Traube" in Donauwörth.

Minister: Genfreies Bayern ist bald wieder Vergangenheit
Foto: ALFA

Nach der ausführlichen Darlegung seines Werdegangs redete Heubisch über seine derzeitigen Termine: "Als Minister muss man sich zeigen und das will ich auch." Derzeit habe er etwa 50 Termine pro Woche. Heubisch versicherte, dass seine Partei anders denke als die CSU. Die Politik der Liberalen werde im Landtag deutlich zu spüren sein.

Positive Resonanz

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Zum Thema Gentechnik und Genforschung meinte der gelernte Zahnarzt: "Genfreies Bayern ist ein Schlagwort, dass nach der Wahl wieder verschwinden wird." All das stieß auf positive Resonanz bei den nur etwa 15 Zuhörern, von denen ein Großteil der Partei angehört.

Bei der Bildungspolitik ist das Ziel klar. Man müsse naturwissenschaftliche und analytische Fächer früher fördern: "Das muss schon in der Vorschule beginnen." Eine wichtige Neuerung im Bildungswesen sei die Möglichkeit, mit abgeschlossener Berufsausbildung und Meisterbrief eine Studienberechtigung zu erhalten. "So hat fast jeder in Bayern die Chance, zu studieren", sagte Heubisch. Dafür und durch den doppelten Abgängerjahrgang 2011 müsse aber noch einiges passieren: "Bis 2011 brauchen wir etwa 38 000 neue Studienplätze." Das sei machbar, aber eine Herausforderung.

In der Diskussionsrunde zeigte sich die FDP nicht ganz so harmonisch. Die Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß und Dr. Georg Barfuß, Mitglied des bayerischen Landtags, hatten bei dem Thema "Kulturangebote für Kinder und Schulen" deutliche Differenzen.

Barfuß kritisierte die deutsche Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit, die eine Schwächung der Wirtschaft zur Folge habe. Andere Gäste diskutierten über kulturelle und musische Bildung von Kindern. Auch die fehlende Privatfinanzierung von Universitäten durch Stiftungen wurde im Vergleich zu anderen Ländern bemängelt. Hier gelte es, sich mit seiner Hochschule zu identifizieren, sagte ein Zuhörer.

Trotz der hitzigen Debatte zog Phillip Breitenfeld am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit.

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