Montag, 26. Juni 2017

04. Dezember 2007 20:10 Uhr

Mitarbeiter wehren sich

Zum 1. Januar 2008 werden die Kliniken, Krankenhäuser und Kreis-Seniorenheime im Landkreis zu einem neuen Kommunalunternehmen zusammengeschlossen. Da die Tarifverhandlungen ohne Ergebnis beendet wurden, ergriffen nun die besorgten Mitarbeiter die Initiative.

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Mitarbeiter wehren sich
Foto: ALFA

Donauwörth (unf) - Zum 1. Januar 2008 werden die Kliniken, Krankenhäuser und Kreis-Seniorenheime im Landkreis zu einem neuen Kommunalunternehmen zusammengeschlossen. Da die Verhandlungen zum Personalüberleitungstarifvertrag "plötzlich und ohne Ergebnis beendet wurden", ergriffen nun die besorgten Mitarbeiter die Initiative und demonstrierten gestern Vormittag vor der Donauwörther Donau-Ries-Klinik. Dort konfrontierten die etwa 40 Teilnehmer Landrat Stefan Rößle vor Beginn einer Werkausschuss-Sitzung mit ihren Forderungen.

Der sichtlich überraschte Landrat meinte, die zuletzt eingetretene Entwicklung selbst nicht erwartet zu haben. Die Gespräche der verantwortlichen Stellen gingen noch weiter. Auf den Zwischenruf "Wir kämpfen für unsere Sicherheit" antwortete Rößle: "Die bekommen Sie auch". Sonja Dürr, Personalrätin am Nördlinger Stiftungskrankenhaus, machte noch einmal deutlich, dass der bisherige Standard erhalten bleiben solle. Es gehe den Beschäftigten darum, dies in schriftlicher Form zu vereinbaren.

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Das neue Kommunalunternehmen umfasst die Donau-Ries-Kliniken Donauwörth und Oettingen, das Pflegezentrum Bürgerheim und Stiftungskrankenhaus Nördlingen sowie die Kreis-Seniorenheime Monheim, Rain und Wemding. An den Verhandlungen nahmen neben der Verdi-Kommission Landrat Stefan Rößle, Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul sowie die Geschäftsleiter Gerhard Wurm (Donauwörth) und Ulrich Seidel (Nördlingen) teil. Laut Sonja Dürr gehören dem neuen Unternehmen etwa 1200 Mitarbeiter an.

Der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Augsburg, Helmut Schwering, ist der Ansicht, dass "die Mitarbeiter diese Behandlung nicht verdienen". Nach "drei langen Sondierungsrunden und einer festen Zusage in meinem Beisein" (Schwering) wurden die Verhandlungen von Arbeitgeberseite per Fax abgesagt. Und dies zwei Stunden vor Beginn eines vereinbarten Treffens. "Das haben wir als stillos empfunden", so der Gewerkschafter. Da durch den Zusammenschluss ein neues Unternehmen und somit eine neue Rechtsform entsteht, benötigten die Mitarbeiter Sicherheiten. Es gehe ja nicht um Forderungen nach einem höheren Verdienst. Man wolle nur sichergehen, dass man in Zukunft nicht schlechtergestellt wird. "Befremdlich ist, dass hier feste Termine und Vereinbarungen nicht eingehalten wurden", beklagt Schwering, der klar ausdrückt: "Wer Qualität vonseiten der Arbeitskräfte will, muss auch Sicherheiten bieten". Die Mitarbeiter könnten nicht motiviert ins neue Unternehmen gehen, wenn sie Stellenabbau oder die Gründung von Tochtergesellschaften (mit geringeren Löhnen) fürchten müssen.

Für den 18. Dezember ist eine große Info-Veranstaltung der Beschäftigten in Harburg geplant.

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