Mittwoch, 20. September 2017

18. Oktober 2013 00:31 Uhr

Kulturtage

Musikalischer Höhepunkt

Heiterer Reigen von Liedern, Melodien und Instrumentalmusik mit Lea und Karin Benedikter im Zeughaus Von Reiner Pfaffendorf

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Donauwörth Wenn Tochter und Mutter gemeinsam auftreten, beide auch noch aus der Stadt selbst stammen und – flankiert von instrumentalen Könnern wie Sven Ahnsjö (Cello), Christian Claus (Klarinette) und Sun Hee Lee (Klavier) – unverkrampft und locker das Kulturtagepodium erobern, so darf man ohne Einschränkung von einem musikalischen Höhepunkt sprechen. Mit ihren Melodien, Liedern und Instru-mentalstücken bereiteten Lea und Karin Benedikter zusammen mit den oben genannten Protagonisten dem Publikum einen heiteren, entspannten Konzertabend mit zahlreichen musikalischen Facetten, Hits aus Oper und Operette und kammermusikalischen Schmankerln.

Humorvoller Moderator

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Kommt dann noch der trockene Humor von Moderator Sven Ahnsjö dazu, der die Thematik des Abends in der Art von Loriot mit dem Zitat umriss: „Zu diesem Zeitpunkt der Liebe käme der Tod sehr ungele-gen“, so durfte man mit Schmunzeln das kurzweilige, bunte Programm verfolgen und genießen. Das Publikum honorierte die Leistungen der beiden heimischen Künstlerinnen mit Bravos und langem Applaus ebenso wie das Können der Instrumentalisten, den Witz, Humor und Regiegags von Sven Ahnsjö.

Ohne Zweifel standen die Sopranistin Lea Anna Benedikter und ihre Mutter Karin (Mezzosopran/Alt) im konzertanten Mittelpunkt. Solistisch und im Duett zeigten beide immenses sängerisches Können, Ausdrucksstärke und lyrisches Gefühl. Stimmlich passen beide Sängerinnen perfekt zueinander und zeigten es in überzeugender Manier in den Duetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy (Auf den Flügeln des Gesanges/Ich wollt, meine Lieb’ ergösse sich/Gruß), mit der berühmten „Barkarole“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach, dem nicht minder berühmten Blumenduett aus der Opera comique „Lakmé“ von Leo Delibes und dem Song „Strahlender Mond“ aus der Künneke-Operette „Der Vetter aus Dingsda“.

Auch als Solistinnen zeigten sich beide Sängerinnen erstaunlich stilsicher, ausdrucksstark und wandlungsfähig. So Karin Benedikter mit „A Chloris“ von Reynaldo Hahn, Massenet-Schüler und späterer Operndirektor in Paris, und besonders wirkungsvoll als Dalila mit Saint-Saëns’ „Mon coeur s’ouvre à ta voix“. Die Rolle des Samson hatte zunächst Sven Ahnsjö mit seinem Cello, ehe sich – anfangs zum Erstaunen des Publikums, dann, als besonderer Regiegag gefeiert – mit umwerfender Komik aus dem Zuschauerraum ein bislang unbekannter Sänger ins Geschehen einmischte und lautstark den Part des Samson übernahm. Wie sich herausstellte, war dies Kammersänger Claes Ahnsjö von der Staatsoper Mün-chen, Vater von Sven Ahnsjö und häufiger Konzertpartner von Karin Benedikter. Zum Vergnügen des Publikums durfte er dann auch noch das „O sole mio“ schmettern.

Als aufgehender Stern am Sängerhimmel präsentierte sich Lea Benedikter, die über eine sehr wandlungsfähige, kraftvolle Stimme verfügt und bei der es durchaus vorstellbar ist, dass sie eines Tages dramatische Rollen zu singen versteht. Sie brillierte mit dem „Vilja-Lied“ aus der Lehár-Operette „Die lustige Witwe“, besonders aber mit der Kantate „Der Hirt auf dem Felsen“ für Sopran, Klarinette und Klavier von Franz Schubert, das dieser noch in seinem Todesjahr für die Sopranistin Anna Milder schrieb und das nicht nur ein Glanzstück für Koloratursängerinnen und virtuose Klarinettisten ist, sondern auch ein Glücksfall schubertscher Melodik.

So bleibt noch zu erwähnen, dass natürlich auch die Instrumentalisten zu einem großen Teil mit zum Gelingen dieses Abends beitrugen, für seine Farbigkeit und Qualität. Sun Hee Lee war eine perfekte Begleiterin auf dem Klavier; Sven Ahnsjö ein hervorragender Cellist, das er mit dem sehnsuchtsvollen, außerordentlich virtuosen Tango „Graçiela y Buenos Aires“ von José Bragato, Cellist bei Piazolla, unterstrich, ebenso Klarinettist Christian Claus, der mit dem Adagio aus dem Klarinettenkonzert Es-Dur, op. 57, von Louis Spohr seine Fertigkeit auch auf der Bassklarinette demonstrierte. Fazit: Ein wunderbar entspannter Konzertabend zu den Jubiläumskulturtagen und musikalisch ein besonderer Leckerbissen.

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