Die Stadt Harburg erweitert das Gruft-System.

Harburg Bestattungen herkömmlicher Art sind auf dem Harburger Friedhof mit Problemen behaftet. Der feuchte, lehmige Boden sorgt dafür, dass die Gräber luftdicht abgeschlossen sind und die Leichname teilweise bisweilen selbst in 35 Jahren nicht verwesen.
Daher begann die Stadt 1993 damit, Grabkammern zu bauen. Nach und nach wurde dieses System erweitert. In den vergangenen Wochen erfolgte der fünfte Bauabschnitt. Mit einem Kostenaufwand von fast 60000 Euro schuf die Kommune 17 neue Kammern. Insgesamt sind es jetzt 170.
Die Schächte aus Betonfertigteilen bilden eine Art Gruft. In jeder ist Platz für zwei Särge übereinander. Drainagen sorgen dafür, dass kein Wasser in die Kammern eindringen kann. Von oben werden sie mit Stahlbetonplatten verschlossen. Darüber kommt eine Erdschicht, die bepflanzt werden kann.
Ein spezieller Filter sorgt dafür, dass Sauerstoff in die Gruft dringen kann und der Verwesungsprozess rasch verläuft. Auf diese Weise sind Ruhezeiten von 15 Jahren möglich. Andererseits hält der Filter Verwesungsgeruch zurück. (wwi)
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren